Mein
Name ist Genoveva und ich bin 15 Jahre alt. Ich sitze mit meinem Vater in
unserem Fiat Panda. Mein Vater hatte damals, als wir uns das Auto gekauft haben,
meine Mutter zu einem flotten türkis überredet. (Die Farbe ist einfach
grausam!) Ich konnte ein Faltdach durchsetzten. Das Radio läuft, fröhliche
Volksmusik, wie immer. Wenn ihr denkt ihr habt ein grausames Leben, dann wisst
ihr nicht wie meins ist. Ich bin 15, Einzelkind und habe total spießige Eltern.
Das ist noch nicht alles, nein. Ich bin die einzige in meiner Klasse die schon
um zehn Uhr abgeholt wird, egal ob ich im Kino bin und der Film bis um elf
dauert. Aber das schlimmste kommt noch. Mein Name, Genoveva. Ihr habt ja keine
Ahnung wie ein einziger Name brutal sein kann. Wie es ist in einer Klasse zu
sein mit diesem Namen. Gott sei Dank darf ich fast alles anziehen, was ich will,
bis auf zu kurze Röcke und Tops und enge Hosen und Schlaghosen kommen bei uns
nicht ins Haus, aber sonst darf ich alles anziehen. Doch jetzt genug von mir und
der Beziehung zu meinen Eltern. Also, es ist Sonntagabend und mein Vater hat
mich gerade vom Kino abgeholt. Wir hören Heino und mein Vater summt leise mit.
(Ich seufze und überlege was ich schlimmes getan haben, um ein solches
Schicksal erdulden zu müssen) ich denke an meinen Stundenplan. Toll, Physik,
Mathe, Doppelstunde Deutsch, Musik und Latein, weil es ja so wichtig ist.
(das ich nicht lache, ich hab noch niemanden gesehen der fließend Latein
spricht, bis auf meinen Lehrer, aber der hat sowieso ein Rad ab) Wie könnte ich
morgen am Besten blau machen? Kopfschmerzen vielleicht. Mal sehen. Ich schalte
auf einen anderen Kanal – Eminem – cool. Mein Vater verzieht das Gesicht und
schaltet auf Marianne und Michael. *Seufz* Was jetzt passiert ist echt
unglaublich. Direkt über unserem Auto öffnet sich ein schwarz-bläulich glänzendes
Portal, mitten in der Luft und raus kommt ein riesiger Vogel, zumindest so was
ähnliches. Das Vieh ist dunkelblau und hat einen ziemlich großen Schnabel und
die Klauen sollte man besser auch nicht unterschätzen. Der Vogel stürzt sich
zielsicher auf unseren Panda und reißt mit seinen Klauen das Dach weg.
(Vielleicht wäre richtiges Dach doch
besser gewesen) er schleudert es weg, als ob es federleicht wäre und stürzt
sich erneut auf uns nieder. Diesmal packt er mich und zerrt mich aus dem Auto.
Ich klammere mich verzweifelt an meinen Rucksack und schreie wie wild. (Na wer
will schon gerne von so ’nem Vieh gekidnappt werden?) Mein Vater versucht mich
noch fest zu halten, doch der Sicherheitsgurt reißt und ich fliege mit diesem
Vogel himmelwärts. Das Tier schlägt einmal kräftig mit den Flügeln und wir
fliegen gemeinsam durch das Portal. Ich schreie noch immer. Der Trip durch
dieses Portal ist die reinste Hölle. Um mich herum fliegen tausende von diesen
Vögeln, sie haben alle auch Passagiere dabei (nur ich bin die einzige die unten
dran hängt) Die Röhre schillert in allen möglichen Farben und manchmal flog
ein anderer Vogel an uns vorbei. Die Reiter haben mir dann ganz freundlich
zugewinkt. Anscheinend hat keiner gemerkt, dass ich halb am runterfallen bin.
Nach ein paar Minuten sind wir dann wieder durch ein Portal geflogen. (Mann, hab
ich jetzt Kopfschmerzen) Wir fliegen über einer sumpfigen Wiese. So aus den
Augenwinkeln sehe ich eine Gruppe von Menschen (Glaube ich jedenfalls) Plötzlich
schießen an meinem Kopf Pfeile
vorbei. Ich schreie wieder. Sie treffen jedoch nicht mich, sondern meinen geflügelten
Reisegefährten. Er schreit jetzt auch. (Ich unterdrücke ein schadenfrohes
Grinsen und denke mir nur: Ha, das geschieht dir recht) Zu früh gefreut. Der
Vogel lockert seinen Griff und ich beginne zu fallen. Das Problem ist, dass ich
mich in etwa zwanzig Metern Höhe befinde und von da aus ist es weit bis nach
unten. Doch der Vogel fängt sich wieder und packt mich wieder fester. *Schmerz*
Allerdings fliegt er nur noch halb so schnell wie vorher. Die Typen da unten
schießen weiter auf uns und der Vogel fängt an zu schlingern. Die Höhe nimmt
rapide ab und er lässt mich fallen. Ich falle wie ein Stein und die Landung ist
sehr schmerzhaft. Neben mir kommt der Vogel auf. Ich zucke zusammen. Als ich
mich gerade versuche aufzurappeln stürmen die Männer, die meinen Vogel
abgeschossen haben, auf mich zu. Ich krieche rückwärts von ihnen weg. (Sie
sind mir nicht ganz geheuer und ich habe mein Pfefferspray zuhause vergessen)
Sie sind alle sonderbar angezogen und der mit den breitesten Schultern hält mir
seine Schwertspitze entgegen. (Wenn ich nicht so viel Angst hätte, hätte ich
jetzt laut geschrieen) Ich schlucke. Es sind vier, ein kleinwüchsiger,
der mit den breiten Schulter, einer mit nicht ganz so breiten Schultern und
einer mit blaugrauer Haut. *staun* Der mit nicht ganz so breiten Schultern kommt
hinter dem mit den breiten Schultern hervor. „Wer bist du? Und warum reitest
du auf so einen Greif?“ „Ähm... nun ja... ich heiße Genoveva und...“ der
Zwerg drängt sich vor „Sie ist eine Hexe, seht euch doch nur ihre Kleidung
an!“ (Sieh dich doch selbst an. Ich habe wenigsten echte Lewis- Klamotten im
Gegensatz zu dir, du siehst aus wie frisch aus der Altkleidersammlung) Ich bin
jetzt leicht eingeschüchtert, weil der Zwerg seine Axt rausholt und der andere
mit den nicht ganz so breiten Schultern sein Schwert zieht. „Ähm...“ mein
Handy piept. Erschrocken weichen die vier zurück. „Du hast Recht! Sie ist
eine Hexe, eine gefährliche Hexe!“ (Eigentlich hat mein Handy damit andeuten
wollen, dass der Akku bald leer ist. Wenn ich wieder zuhause bin, werde ich mich
dafür einsetzten, dass mein Handy das Bundesverdienstkreuz bekommt) Ich nehme
all meinen Mut zusammen „Ja, ich bin eine Hexe und ich werde euch alle in...
in Frösche verwandeln, wenn ihr mich nicht in ruhe lasst!“ *megafiesguck* Sie
weichen noch ein Stück zurück. Bis auf den Blauhäutigen. Der steht schon da.
(Hätte ja nie gedacht, dass so ein Spruch auch im wirklichen Leben Eindruck
schindet) Ich stehe auf und wende mich dem Vogel zu. Der mit den nicht ganz so
breiten Schultern tritt einen Schritt vor. Ich drehe mich um und gucke ihn böse
an, wirkt aber nicht, denn er fängt an zu reden. „Sagt Magierin, wo kommt ihr
her?“ „Ähm... kennt ihr bestimmt nicht, ist ganz weit weg.“ In mir steigt
Nervosität hoch. „Ist das euer Greif?“ „Nein, nur gemietet.“ (Ob es
hier Rent a Greif gibt?) „Mir ist dieses Wort nicht bekannt. - Wo ist
eure Rüstung?“ ich werde langsam sehr unruhig. „Rüstung... ehm... ich
brauche keine Rüstung. Und jetzt lass mich in Ruhe.“ Ich ziehe mein Handy
raus und lasse es in seine Richtung piepen. Er geht wieder zurück zu seinen
Freunden. Sie sehen ziemlich eingeschüchtert aus, bis auf Mister Blue. Er lächelt
geheimnisvoll. Er ist mir von allen am wenigsten geheuer. Ich tätschle den
Greif „Hey Vögelchen, kannst du mich bitte wieder nachhause bringen? Die
Typen killen mich bestimmt, wenn denen auffällt das ich nicht das geringste mit
Magie am Hut habe.“ Zur Antwort bekomme ich ein Keuchen und sein Brustkorb
hebt und senkt sich nicht mehr. Er ist tot. (Super!) Ich drehe mich zu den Männern
und Blautypen um. „Ihr wisst nicht zufällig wie ich an so ein Vogel rankomme
und wann wieder so ein Portal wie eben auftaucht?“ Sie schütteln ihre Köpfe.
„Dachte ich mir.“ Ich drehe mich wieder um und setze mich zu meinem Greif.
Ich lehne mich an ihn und nehme mein Handy zur Hand. Der Akku ist wieder fast
voll. (Es hat manchmal so Anfälle sich wieder aufzuladen) halb zwölf und kein
Netz. Die vier setzen sich ebenfalls. Sie unterhalten sich leise. Nur der blaue
sitzt ein wenig abseits. Der mit den nicht ganz so breiten Schultern kommt auf
mich zu. „Verzeiht edle Magierin wenn ich Euch störe, aber wir haben bemerkt,
dass Ihr keine Nahrung bei Euch habt und wir wollen Euch einladen mit uns zu
speisen. Es ist bestimmt nicht vergiftet und wahrscheinlich ist es nicht so wie
ihr es gewohnt seid, doch Gellem, der Zwerg, ist ein guter Koch.“ „Das ist
sehr nett von Euch.“ (Ist das eine Falle?) Ich folge dem Mann. Der Zwerg hat
ein Feuer gemacht und grillt gerade irgendwelche kleinen Tiere. „Ich heiße
Kuo´jar und bin der Anführer dieser Gruppe. Der Große da heißt Edart. Den
Zwerg habe ich Euch ja schon vorgestellt, ach und der Elbe heißt Valor. Er
hasst Menschen, darum sitzt er auch nicht bei uns.“ Er nickt mir feindselig
zu. „Und warum ist er dann bei euch?“ „Sein Vater hat ihn zu uns
geschickt, als Verstärkung. Wir müssen einen Krieg verhindern.“ Ich nicke
beeindruckt. Eigentlich interessiert mich das nicht die Bohne. Gellem reicht mir
ein verbranntes Tier an einem Stock. Ich beobachte wie Edart kräftig in sein
Tier-am-Stock hinein beißt und entschließe mich dazu es auch zu versuchen, bis
auf, dass das ich sterbe, kann ja nichts passieren. Es schmeckt ganz gut, für
ein Stück Kohle. Valor kommt und setzt sich neben mich. Er zieht aus seiner
Tasche etwas, was meiner Meinung nach wie ein Müsliriegel aus Fleisch aussieht.
(es sieht besser aus als das von Gellem) er bricht etwas ab und bietet es mir
an. (Freundlich, freundlich) Ich probiere es und befinde es als gut. Kuo´jar
beobachtet Valor misstrauisch. Ich bekomme auch etwas zu trinken von ihm. Einige
Zeit später lege ich mich an den Greif. Er stinkt zwar, ist aber immer noch
warm und ich habe nur einen dünnen Pulli an. Ich versuche zu schlafen. Valor
bringt mir seine Decke. (Wie nett, will der was von mir?) „Danke.“ „Du
bist keine Magierin.“ (?!) „Wo... woher weißt du das?“ „Ich sehe sofort
ob jemand magische Fähigkeiten hat oder nicht und du hast sie noch nicht mal
ansatzweise.“ (Danke für die Blumen) „Na und? Was willst du jetzt
machen?“ „Ich könnte es auffliegen lassen und Gellem würde sich freuen
seine neue Axt auszuprobieren.“ *Schluck* „Und warum machst du es nicht?“
Es sieht betroffen auf den Boden (mitten ins Fettnäpfchen getreten) „Du
erinnerst mich an jemanden.“ „Entschuldigung.“ „Und außerdem bist ein
primer Proviant für schwere Zeiten.“ (Sagte er gerade Proviant???) Er
sah anscheinend wie bleich ich wurde „War doch nur ein Scherz.“ (Ah ha ha,
wie lustig) er geht wieder zurück zu den anderen. Ich kuschle mich in die Decke
und schlafe ein.
Tja,
als ich aufwache, sitze ich gefesselt an meinen Greif. (Super) Gellem sitzt vor
mir und hantiert mit seiner Axt herum. (Schock) Ab und zu zischt er mir so was wie Hexe zu. Valor
sieht ihm die ganze Zeit zu und grinst. (Verwirr) „Warum habt ihr mich
gefesselt?“ „Du bist eine Hexe. Das ist Grund genug.“ (Sehr, sehr
unsympathisch) „Aber ich hab euch doch gar nichts gemacht!“ „Hexe!“
„Binde mich sofort los, du kleinwüchsiger Miniaturgartenzwerg!“ das hätte
ich wohl besser nicht sagen sollen, denn Gellem steht auf, umfasst seine Axt und
kommt mir damit immer näher. (Ahhh!) glücklicherweise
ruft Kuo´jar ihm zu, dass er mich los binden soll, zumindest die Hände.
(Wenigstens ein halbwegs intelligentes Lebewesen in dieser Welt) Nur das Problem
ist, dass da eine Horde von ziemlich hungrig aussehenden Viechern auf uns zu stürmen
und Kuo´jar sich gedacht hatte, dass ich ihnen im Kampf gegen diese U’tals,
wie sie diese Viecher nennen, helfen könnte.
Ich
stehe unbeteiligt hinter Kuo´jar und versuche ihm etwas klar zu machen:
„Ich
möchte euch ja nicht beunruhigen, aber ich bin keine Hexe.“
„Los,
mach einen Feuerball. Sie haben Angst vor Feuer.“
„Ich bin keine Magierin.“
„Oder lass sie erstarren.“
„Ich bin immer noch keine Magierin.“
„Worauf
wartest du? Mach irgendwas!“
„Vielleicht
hörst du schlecht. ICH BIN KEINE HEXE!“
„Du
bist keine Magierin? Warum hast du uns angelogen? – (ein U’tal stürzt sich
auf uns) he Valor, hilf mir mal!
– Was soll das heißen, du bist keine Hexe? Kannst du nicht mal einen kleinen
Feuerball?“ er zerhackt das Vieh in tausende Stücke
„Ich kann kein bisschen hexen, zaubern oder ähnliches.“
„Soll das heißen, du bist nur unnötiger Ballast, den wir nur unnötig beschützen
müssen?“
(Habt
ihr irgendwie so ’nen Tick mit euren Komplimenten?)
„Also,
so schlimm würde ich es nicht ausdrücken.“
„Gellem, bring sie um!“
(Panik)
„Aber
mit dem größten Vergnügen.“ Lachend kommt er auf mich zu. *Schrei* Er
schwingt seine Axt *noch mehr schrei* Er holt aus, ich mache die Augen zu, sehe
schon wie das Blut aus meinem kopflosen Hals spritzt und ich höre das Sausen
und ein Klirren. (ein Klirren?) Langsam mache ich meine Augen auf. Fünfzehn
Zentimeter vor meinem Gesicht schwebt die Axt von diesem größenwahnsinnigen
Zwerg. Valors Krummsäbel hält dagegen. *Kloß im Hals runterschluck* Er hat
mich gerettet. (Mein Held. Vielleicht sind die Typen hier nicht alle so taub wie
Kuo´jar und so erschreckend wie Gellem) „Gellem, lass sie in Ruhe. Sie steht
unter meinem persönlichen Schutz.“ (Will der wirklich was von mir?) Der Zwerg
sieht Valor böse an und schaut mich dann noch böser an. Ich glaube ein Knurren
gehört zu haben. (?!) Valor schaut mich mit seinen violett-blauen Augen
(passend zu seiner Haut) freundlich an. (fange ich gerade damit an, mich in
einen Blaugrauen Elben zu verknallen?)
Aus
ist es mit diesem romantischen Moment, als ein U’tal auf mich zustürmt und
mir seine Schwertklinge durch die Schulter stößt. Ich kann kein Blut sehen und
kippe um. (Und das in den Augen von Valor, wie peinlich) Aber mir ist ja nichts
dramatisches passiert, wie mir später erklärt wurde, bis auf das, dass Valor
mich über seine Schulter gelegt hat und dann weiter gekämpft hat. (Das nenne
ich mal wirklich nett) Nach einer halben Stunde oder so haben sie dann die
restlichen U’tals vertrieben und Valor hat mich wieder zu meinem Greif gelegt.
Langsam wache ich wieder auf und blicke genau in die blau violetten Augen von
Valor. Nur leider spiegelt sich Gellem auch darin und ich weiß genau, dass er
hinter mir steht. „Geht es dir besser?“ „Ich denke schon, danke.“ „OK,
wir reisen weiter!“ (was heißt hier wir reisen weiter? Ich bin halb
tot und ihr wollt weiter reisen?) Doch Gott sei Dank schaltet sich Gellem in das
Gespräch ein. „Was sollen wir den mit der verwundeten Hexe machen? Sie riecht
nach uns und würde somit alle U’tals in der Gegend auf uns hetzen, wenn sie
sich nicht selbst heilen kann und uns nicht gleich verflucht. Wir müssen sie töten
und ihre Überreste in kleinen Portionen tief vergraben.“ (mir steigt gerade
irgendwas den Hals hoch und das ist nicht Wut) „Könnt ihr aufhören über
mich zureden als ob ich nicht da wäre?“ „Das können wir nicht machen, das
würde uns zu viel Zeit kosten und wir müssen so schnell wie möglich nach Haya
City.“ Sagte ich schon mal, dass ich glaube Kuo´jar ist taub? Anscheinend hat
Valor sehr intensiv nachgedacht und das Problem seinerseits aus der Welt
geschafft „Sie kommt mit.“ „Was?“ Kuo´jar und Gellem gemeinsam. „Sie
kommt mit? Valor, was hast du für wirre Gedanken? Sie kann nicht mit, sie ist
eine bösartige Hexe- ach nein, sie ist ja gar keine Hexe.“ Mir scheint als ob
Kuo´jar eine Denkpause eingelegt hat. „Ehm, dann ist nur Ballast für uns.
Sie kann keine Magie, noch nicht mal einen kleinen Feuerball.“ „Na und, als
ob du das könntest. Dafür kann ich... kann ich gut telefonieren, ich hab die längste
Telefonrechnung in meiner ganzen Klasse.“ Die Gruppe guckt mich ein wenig
verwirrt an, anscheinend haben sie keine Ahnung was ein Telefon ist. Lange hat
es sie aber nicht aufgehalten über mich zu reden. „Valor hat recht, wir
nehmen sie mit.“ Wow das ist das erste mal, dass ich Edart reden höre, was für
ein Bass. „Zwei gegen Zwei. Wir brauchen noch eine Stimme um abstimmen zu können.“
Alle sehen mich an. „Ist nicht euer ernst, oder?“ ein Blick in ihre
Gesichter und ich weiß, dass es ihr Ernst ist. „ Ähm... nun ja... ich würde
lieber nachhause, wenn ihr versteht...“ „Willst du hier bleiben und auf
deinen sicheren Tod warten, oder mit nach Haya, wo man deine Wunde versorgen
kann und du vielleicht jemand findest, der dich durch so ein Portal bringen
kann?“ „Wenn man so die Pros und Kontras gegeneinander aufwiegt, dann würden
die Pros nach Haya durchaus überwiegen. Ich komm mit nach Haya.“ Gesagt
getan, wir gehen nach Haya City. Bloß niemand hat mir gesagt, dass die Hälfte
des Weges in einer Wüste ist und es zwei Tage dauert um zu Fuß nach Haya zu
kommen.
Es
ist heiß, sehr, sehr heiß. Mein Gaumen klebt an meiner Zunge und ich habe
durst. Meine Füße tun weh und ich glaube ich verkoche, oder ich schmelze und
sickere in den Boden. Außerdem sind die anderen viel schneller als ich und ich
muss aufpassen hinter den her zu kommen. Ach ja, einen Sonnenbrand hab ich auch
schon, meine helle Haut verträgt die Sonne nicht. Mir fällt nur eins ein: E.T.
nachhause telefonieren. Ich will aufwachen und denken, dass alles nur ein Traum
war. Mein Vater soll mich jetzt abholen, ich will den Physiktest schreiben und
ich will um neun von Partys und Kino abgeholt werden. Von mir aus trage ich auch
nur noch Karottenhosen und lila geblümte Pullover, aber ich will nachhause.
Valor dreht sich um und wartet bis ich die zwei Meter an ihn ran gekrochen bin.
„Möchtest du etwas zu trinken?“ Ich nicke. „Sag das doch.“ Ich nicke.
Er zieht eine Feldflasche aus seinem Umhang heraus, schraubt sie auf und gibt
sie mir. „Vorsicht, könnte ein wenig scharf sein.“ Ich nicke. Gierig
schlucke ich das Wasser runter. (es ist nicht wirklich Wasser, schmeckt aber so
ähnlich) Im ersten Moment spüre ich gar nichts, doch dann, fünf Sekunden später,
fängt mein Mund an zu brennen. „SCHEIßE! Was hast du mir da angedreht? Ist
eure Art von Folter?“ er grinst übers ganze blau-graue Gesicht. „Nein.
Keine Angst, es hört gleich auf.“ Er hat recht, es hat aufgehört und jetzt fühle
ich mich wesentlich besser als vorher. Und von dem Brennen spüre ich auch
nichts mehr. (wow) „Danke.“ „Bitte.“ (welch eine intelligente
Konversation) „Es ist nicht mehr weit, nur noch ein paar Meilen.“ Valor
dreht sich um, als Gellem auf einen Misthaufen eines Pferdes zu rennt „Kuo´jar,
sieh dir das an. Mist von einem Rubinpferd und nach dem Geschmack her ist es
noch frisch. Sie können nicht weit sein.“ „Hat der das wirklich in den Mund
gesteckt und probiert?“ „Ja.“ (würg) Kuo´jar dreht sich zu Valor um und
gibt ihm irgend welche Geheimzeichen, er versteht dieses rumgefuchtel und
schwingt mich wieder über seine Schulter und läuft los. Die anderen laufen
voraus. Meiner Meinung nach sollten sie sich am Ironman Contest anmelden, sie hätten
wirklich Chancen zu gewinnen. Gellem faucht mir etwas zu was sich nach Du
faules Stück Menschenfleisch, das nicht in diese Welt gehört und eine Gruppe
von Wanderern, die die Welt retten wollen stört und ihnen kostbare Zeit stiehlt
anhört. Ich ignoriere diese eindeutige Beleidigung (geht ja bei seiner Größe
ganz einfach) Valor nicht, er stößt den Zwerg in die Seite, worauf er zum
schwanken beginnt und hinfällt. (Schadenfroh grins) Der Zwerg grummelt
irgendwelche Beleidigungen in seinen Bart und rennt weiter. Valors Atem geht
schwerer als sonst, er hat sich eindeutig übernommen. Kuo´jar hält ruckartig
an. Er zeigt mit der Hand auf eine freie Fläche. Dort steht eine Gruppe von
Soldaten – oder Rittern, wie man will – einer sitzt auf einem Pferd, einem
roten Pferd und wenn ich nicht einen Hitzschlag, oder Halluzinationen habe, kann
ich durch dieses Pferd sehen und auf der anderen Seite den Fuß des Reiters
erkennen. Fragend schaue ich Valor an, er mich aber nicht. Der Elb lässt mich
vorsichtig von seinem Rücken und gibt mir seinen zweiten Säbel „Für alle Fälle.“
Kuo´jar gibt ihm wieder so Geheimzeichen. Zu viert stürmen sie auf die Gruppe
von etwa zwanzig gepanzerten Männern zu. Ich würde sie jetzt in die Klapsmühle
einweisen, doch wenn man mal einen Trupp bewaffneter Typen braucht, die auch mal
Ritter umbringen, die kleine Mädchen von hinten überraschen und töten wollen,
sind sie nicht da und man muss sich alleine helfen. Denn genau in diesem Moment
höre ich hinter mir einen Zweig knacken, drehe mich um und schreie bei dem
Anblick eines Mannes mit einem großen Schwert in der Hand los. Wie aus einem
Reflex heraus hebe ich den Arm um mich zu schützen und wehre damit den Schlag
des Ritters ab (gerettet). Ich reiße meinen Arm auf die andere Seite und fahre
dem Angreifer somit waagrecht über seinen Bauch. Blut und ähm… andere Dinge
quellen aus dem tiefen Schnitt und zögernd, als ob er es nicht wahr haben will,
dass ein Mädchen ihn getötet hat, sackt er in sich zusammen. Er keucht noch
etwas „A... Anfä... nger... glück.“ (schluck, ich habe meinen ersten Mord
begangen) „Tschuldigung. War nicht meine Absicht.“ Ich verberge mich hinter
einem Busch und beobachte die rapide Dezimierung der dem Anschein nach
verfeindeten Rittern durch die geschickte Schwertführung meiner unfreiwilligen
Reisegefährten, die sie erbarmungslos abmetzeln, trotz der unfairen Bedingungen
(einer gegen fünf) und der besseren Ausstattung der Widersacher.
(war das nicht hoch intelligent ausgedrückt?! Ich wollte mal das Niveau der
Geschichte erhöhen) Ich höre wieder ein Knacken hinter mir und reiße den Kopf
nach hinten, ziehe meinen Säbel, will meinen Feind wieder mit einem gewandten
Schwertstreich niederstrecken, bemerke im allerletzten Moment aber, dass es Kuo´jar
ist. Ich senke meinen Säbel. „Wir sind fertig.“ „Fertig?“ „Mit den
Sornen.“ „Sornen?“ „Die Männer.“ „Ach so.“ er geht auf mich zu
und stolpert über meinen toten Ritter. (Grins) „Ich hab auch einen
abgekriegt.“ „Abgekriegt?“ „Ich durfte auch einen töten.“ „Ach
so.“ das rote Pferd tänzelt unruhig neben seinem toten Herren auf und ab. Ich
wende mich an Edart der neben mir steht. „Ihr habt hier rote, durchsichtige
Pferde?“ „Ja, sie gehören dem Rubinclan. Eigentlich dürften Sornen solche
edle Tiere nicht haben. Bei uns gibt es noch andere Clans, das sind übrigens
Zusammenschlüsse von großen Magiern. Es gibt den Rubinclan, den Smaragdclan,
den Saphirclan, den Amethystclan, den Tigeraugenclan, den Diamantenclan...“
Gellem unterbricht ihn „Der Freund eines Freundes meines Großonkels hatte
auch mal ein Diamantpferd. Es ist ständig davon gelaufen und ich musste immer
helfen es wieder zu finden. Das war eine Arbeit, weil, man sah es ja nicht. Oder
satteln, genauso eine Schinderei. Finde mal bei einem durchsichtigen Pferd die
richtige Stelle für den Sattel...“ Valor legt mir die Hand auf die Schulter.
„Glaub ihm kein Wort. Clanpferde würden sich nie von Zwergen fangen,
geschweige denn reiten lassen.“ Wieder höre ich ein Grummeln aus Gellems
Richtung. „Wir brechen auf.“ Sagt Kuo´jar und wir gehen weiter nach Haya
City. Eine Stunde später stehen wir vor den Toren von Haya. Echt gewaltig. Wie
aus einem Ritterfilm. Zwei Wachen stehen am Rand und kontrollieren die Wägen.
Drinnen sieht man den Marktplatz. Viele Stände sind aufgebaut und Kunden
feilschen um die Preise. Valor wirft sich seine Kapuze über den Kopf. Er packt
mich am Arm und zieht mich neben sich. Edart stellt sich auf die andere Seite.
Kuo´jar geht vor mir, Gellem hinter mir (was mir nicht gefällt). In dieser
Formation gehen wir durch das Tor. Die Wachen schauen uns zwar misstrauisch an,
halten uns aber nicht auf. In der Stadt lösen sie die Formation wieder auf.
Valor behält jedoch seine Kapuze über dem Kopf.
Edart flüstert mir zu, dass Elben, besonders Steinelben wie Valor, in
dieser Stadt nicht besonders gern gesehen sind. Kuo´jar führt uns zu dem
Eingang der Burg in der voraussichtlich das Oberhaupt der Stadt wohnt. Natürlich
ist der Eingang wieder bewacht. Zwei Wachen stellen sich uns in den Weg, als wir
hinein treten wollen. „Halt! Was begehrt Ihr von dem Herrscher von Haya?“
„Wir wünschen mit ihm zu sprechen, wenn es möglich ist. Sagt ihm Kuo´jar,
Sohn von König Archer und seine Gefährten sind in Haya angekommen und wollen
ihm eine wichtige Nachricht überbringen.“ (er ist ein Prinz, mit dem
Intelligenzquotienten?) Die Wache macht eine Handbewegung und aus einer Ecke
schießt ein kleiner Junge durch die Tür in Richtung Herrscher von Haya. (es würde
mich interessieren wie der aussieht. Bestimmt ist es nur ein kleinwüchsiger
Mann mit langen grauen Haaren, der sich aufführt wie President Bush.) einige
Minuten später stürmt ein anderer Junge keuchend heraus. (es scheint ein langer
Weg bis zum Büro von dem Typen zu sein) Er flüstert der Wache etwas zu, worauf
er seinem Kollegen zunickt. „Ihr dürft passieren, doch vorher verratet mir
woher das Mädchen kommt, das sich so seltsam kleidet.“ „Sie kommt ähm...
von weit her, kennt Ihr bestimmt nicht.“ Schnell geht er an der verdutzten
Wache vorbei, bevor sie noch mehr Fragen stellen kann. Ein Junge führt uns über
eine große Wendeltreppe zu dem Herrscherzimmer. Vor der gewaltigen Holztür
stehen wieder Wachen (wer hätte das gedacht). Unser selbsternannter Anführer,
Kuo´jar, will eintreten, doch eine der Wachen lässt seine Hellebarde vor mir
herunter sausen. „In dieser Kleidung dürft Ihr nicht eintreten! Es wäre eine
Beleidigung gegenüber dem Herrscher!“ (ist das nicht gerade
eine Beleidigung gegenüber mir gewesen? Habt ihr nicht so was wie
Gentleman? In den Ritterfilmen sind die immer höflich gegenüber Frauen,
zumindest gegenüber den Frauen, die nicht auf der Straße leben) „Sie kommt
mit!“ „Verzeiht Herr Kuo´jar, doch ich kann sie nicht so in den Saal
lassen. Ich habe strenge Vorschriften.“ „Sie kommt mit!“ „Nach einem Bad
und Wechseln der Kleidung.“ „Ein Bad?!“ (ich habe seit fast vier Tagen
nicht mehr geduscht, geschweige denn die Klamotten gewechselt) „Hör zu, das
ist kein Problem. Ich geh mich duschen und warte dann irgendwo. Wie wär’s
wenn wir uns im Speisesaal treffen, vorausgesetzt es so was hier.“ „Wenn du
meinst, dass ist in Ordnung für dich, dann treffen wir uns später.“ Die
Wache ruft eine ältere Frau, die mir die Waschräume zeigen und etwas frisches
zum Ankleiden heraussuchen soll. Ich folge ihr. Valor hat auch Probleme mit der
Wache und kommt auch nicht rein. Er tut mir Leid, so was nennt man Rassismus.
Ein
Traum, ein böser, böser Traum. Ich stehe vor einem Spiegel. Frisch gebadet und
angezogen. Aber es gibt hier keine Hosen für Mädchen, nur Röcke und Kleider.
Und genau so was habe ich an, ein veilchenfarbenes, hochgeschlossenes Kleid mit
Spitze. Ich würde nicht sagen, dass es hässlich ist, nein, ganz im Gegenteil,
es sehr hübsch, doch vielleicht nicht ganz mein Geschmack. Im Spiegel sehe ich
Valor mit einem Lächeln im Gesicht. „Hör auf zu grinsen!“ „Was denn? Ist
doch hübsch.“ „Du findest es schön?“ „Ja, es steht dir.“ „Ehrlich?
Du findest es steht mir?“ sein Gesichtsausdruck ändert sich in ein leichtes
Verwirren. „Ja.“ Das hört sich nicht mehr ganz so überzeugt an. „Aber es
ist total unvorteilhaft.“ „Wie kommst du da drauf?“ „Na überleg doch
mal. Wenn ich nachhause fliege, mit so einem Greif, dann kann mir jeder unter
den Rock gucken. Das ist doch scheiße, oder?“ „So gesehen, ja. (sehe ich da
leicht verträumte Augen?!) Du willst immer noch nachhause? Zurück zu den
Menschen, die dich geboren haben? Die dir so merkwürdige Kleidung gegeben haben
wie du sie am Anfang getragen hast?“ „Ja?! Natürlich ich würde auch lieber
coole Klamotten haben, aber ich hab meine Eltern, so nennt man übrigens die
Leute die einen erzeugt haben bei uns, ganz
doll lieb und ich will eigentlich schon nachhause. Schon aus dem Grund, weil es
hier Zwerge gibt, die mich ständig beleidigen, weil es komische Viecher gibt,
die mir Schwerter durch die Schulter rammen (apropos, meine Wunde haben sie mit
irgendwas eingerieben und jetzt ist es schon fast wieder verheilt), weil es hier
keine anständigen Klamotten gibt, weil es hier Menschen gibt, die sau dumm,
ziemlich taub und Anführer einer kleinen Gruppe sind, die angeblich die Welt
retten will und... und jetzt fällt mir nichts mehr ein.“ „Ich komm nicht
vor?“ „Nein. Zu dir ist mir grad nichts eingefallen.“ Er lacht. (ob er über
mich lacht?) „Was?“ „Ich besorge dir ein paar Sachen, wir müssen noch
wo anders hin.” „Bitte?“ zu spät, er ist schon weg. Ich will aber
eigentlich nicht weg, ich will was essen. Darum suche ich die Frau und frage sie
wo ich was zum essen finden kann. Sie führt mich in einen Speisesaal. An einem
Tisch sitzen schon der Zwerg, der Riese und der Königs Sohn. Was passiert, als
ich rein komme, sie lachen sich tot. Der Zwerg kippt sogar von der Bank. Welch
eine freundliche Begrüßung. „Ha, ha. Sehr komisch. Seid doch still! Ich will nicht wissen
wie ihr in lila Kleidern ausseht.“ „Bestimmt nicht so wie du,
Menschenkind.“ „Aber bestimmt besser als irgend so ein hässlicher Zwerg
namens Gellem!“ „Hmpf.“ (dem hab ich’s aber gezeigt) „Lasst sie in
Ruhe! Sie kann ja nichts dafür, dass sie in dem Kleid so blöd aussieht.“ (im
ersten Teil des Satzes hätte ich mich ja noch bei Kuo´jar bedankt, aber...)
„Danke, vielen, vielen herzlichen Dank.“ Ich hab versucht in den Satz möglichst
viel Ironie hinein zu legen, ich hoffe er hat es bemerkt. Ich setze mich in ein
Eck und futtere irgend so einen Auflauf. Ich möchte lieber nicht wissen was da
drin ist. Die ältere Frau kommt wieder und flüstert mir zu, dass im
Umkleideraum jemand auf mich wartet. Anscheinend können die Angestellten hier,
bis auf die Wachen, die brüllen immer, nicht in einer angemessenen Lautstärke
sprechen. Ein sonderbares Volk. Ich gehe an der Gruppe von kichernden Söldnern
vorbei und beachte sie aus Protest nicht mehr. Innerhalb von der Burg werde ich
von fast allen männlichen Wesen höflich gegrüßt und einige Mädchen machen
sogar einen Knicks, wenn sie mich sehen. Na toll, ich stehe vor einer Kreuzung.
Nach links oder nach rechts? Oder gerade aus? (Burg verfluch) Warum gibt es hier
keine Burgpläne? Ausschilderung, das wär’s. ein Mädchen kommt an mir vor
bei und macht einen Knicks. „Hey, du! Warte mal! Äh... könntest du mir mal
kurz helfen? Weißt du ich bin nicht so oft in so Burgen und da verläuft man
sich schnell. Ist dir am Anfang wahrscheinlich auch so ergangen. Also pass auf,
ich war gerade beim Essen und da kommt so ne Frau, die mir alles gezeigt hat und
sagt ich soll in den Umkleideraum, ist ja kein Problem, nur ich war da nur
einmal drin und ich bin auch von wo ganz anders hergekommen und deshalb fürchte
ich, dass ich mich total verlaufen habe. Nun, meine Bitte: könntest du mir
vielleicht den Weg zeigen, oder ihn mir sagen, wenn es nicht zu viele Umstände
bereitet?“ ich setze mein nettestes Lächeln auf und was passiert? Sie rennt
heulend weg. (Mundgeruch?!) „Sorry!?“ „Was hast du denn mit dem armen Mädchen
gemacht? Sie ist ja total aus der Fassung.“ „Valor! Mein Gott bin ich froh,
dass du da bist. Aber ich hab echt nichts mit ihr gemacht. Sie ist einfach
weggerannt, hat losgeheult und ist weggerannt.“ „Schon gut. Sie hat dich
nicht verstanden und hat gedacht du würdest sie ausschimpfen.“ „Ich habe
gedacht alle sprechen so wie du und ich“ (obwohl ich finde Valor hat eine
sonderbare Aussprache) „Nein, ich habe deine Sprache gelernt. So wie fast
alle. Nur es gibt eben auch einige Leute die es nicht können.“ (aha! Das klärt
die Sache auf) „Ach übrigens, hier hab ich einige Kleidungsstücke die dir
passen könnten. Probier sie mal an!“ „Liebend gern.“ (Igitt. Hosen die
schon aussehen als ob sie nichts anderes zutun hätten als zu kratzen und die
Farben... würg) Ich folge Valor einige Gänge entlang und wir stehen wieder vor
dem Umkleideraum von vorhin. War eigentlich gar nicht so weit weg. Na egal,
jedenfalls ziehe ich mir die Hose an die mir am besten gefällt und am
bequemsten aussieht und Wunder o Wunder, sie passt. „Valor! Du hast was
vergessen! Ich renn doch nicht halb nackt durch die Gegend nur mit einer Hose
bewaffnet.“ Seine Stimme klingt dumpf, liegt wahrscheinlich daran das er
hinter der Holztür steht. „Hey! Na warte dir wird ich’s zeigen!“ (???)
„Alles Okay bei dir da draußen?“ -Kampfgeräusche- Mein großer Auftritt im
Veilchenfarbigen Kleid. Ich schnappe mir den Säbel der am Spiegel lehnt, reiße
die Tür auf, stürme hinaus, will so einem dicken Typen die Kehle aufschlitzen
falls er nicht den Elben los lässt und was passiert? (*heul flenn*) Er lacht
sich schlapp. Durch meine „Hilfe“ kann sich Valor aus seinem Würgegriff
befreien und stößt ihm seinen Säbel in den Bauch. Lachend sinkt er in die
Knie und stirbt. Sehe ich wirklich so dumm aus in diesem Kleid? Echt, jetzt bin
ich kurz vorm Heulen. So albern kann doch kein Mensch aussehen, dass sogar
irgend welche Mörder von ihren Opfern ablassen und lachen. Ich finde das
langsam nicht mehr komisch, echt nicht. Selbst Valor grinst wieder. „Du hast
ein T-Shirt oder so was vergessen!“ (*schmoll*) „Äh... -kicher-... ja einen
Moment.“ Er zieht aus seinem Umhang irgend ein Top ähnliches Teil. (ist das
ein Zauberumhang?) „Hat mal jemanden gehört den ich kannte. Vielleicht passt
es dir.“ (warum schaut er schon wieder so als ob es gleich regnen würde - in
einer Wüste) „Danke.“ Ich verschwinde wieder und probiere das Top. Es passt
wie angegossen. Es steht mir einfach grandios. Ich sehe damit perfekt aus. Meine
Figur wird damit ausgezeichnet betont. Niemand kann mir in dem Outfit widerstehen. OK ich passe nicht ganz in diese Welt, aber irgendwie finde ich
sie doch lustig. Sie sind hier vielleicht nicht die höflichsten, wenn man sich
an irgendeine kleine Gruppe erinnert, die die Welt retten wollen, aber sie sind
doch irgendwie nett. Ich gehe wieder raus zu Valor und bei seinem
Gesichtsausdruck hätte es mich nicht gewundert wenn er zu heulen angefangen hätte.
„Na?! Wie sehe ich aus?“ „Toll.“ Er dreht sich um, (da war die Reaktion
auf das Kleid schon eindeutiger) „Also lass uns gehen.” “Ja, geh du
voraus, ich muss noch meinen Rucksack holen.” „Mach das.“ Eine Minute später
stehe ich perfekt angezogen (ich hab noch einen Umhang bekommen) mit Rucksack
und Säbel bewaffnet vor einem Pferd, einem großen, sehr großen Pferd und
werde von einem breiten Mann nieder gemacht. „Was, du bist noch nie auf einem
Pferd geritten? Was haben denn deine Eltern dich gelehrt? Ist unglaublich! Na
dann ist Fustar nichts für dich, er ist zwar schnell, wirft aber jeden runter
der ihm nicht passt. Probier lieber mal Nisu.“ Er zeigt mit seinem speckigen
Arm in Richtung eines kleinen Auslaufs. Ich folge seinem Arm bis mein Blick auf
ein kleines, struppiges, altersschwaches Pony stößt, das mir höchstens bis
zum Bauchnabel reicht. (*koch* *Schaum vorm Mund auftauch*) „ICH reite auf
Fustar.“ (Valor, mein Held!) „Das Mädchen reitet vor mir!“ Jetzt guckt
Mister ArmekleineMädchenverarscher dumm, bei dem Anblick eines Steinelben.
(wenn man bedenkt wie ich geguckt habe als ich ihn zum ersten mal gesehen
hab...) „Ja... sehr wohl... wie Ihr wünscht.“ „Na komm Genoveva. Steig
auf!“ „Es ist groß und was ist wenn es was gegen mich hat. Vielleicht mag
es mein Parfüm nicht... oder ich bin zu schwer.“
„Er mag dich, ehrlich und jetzt steig auf!“ „Aber er ist so groß.
Wie soll ich denn da drauf kommen?“ Er streckt mir seine Hand von oben
herunter. „Na los. Ich zieh dich hoch.“ (auf deine Verantwortung) Ich nehme
seine Hand und mit einem kleinen ruck bin ich oben auf dem Pferd. Vorsichtig tätschle
ich seinen Hals. „Liebes Pferdchen, ganz liebes Pferdchen. Wirf mich bitte
nicht runter, ja?“ „Schnaub“ (es redet mit mir!) wisst ihr was das
Schlimmste ist? Wir reiten natürlich ohne Sattel. Valor macht das ja nichts
aus, aber ich, ich armes kleines Ding kann nicht reiten und will auch eigentlich
nicht auf so einem großen Lebewesen sitzen. Doch Valor legt mir seinen starken
Arm um die Hüfte(Y) und mit einem, ich würde sagen elbischen
Wort, galoppieren wir los. (Schrei!) Ich hab ja nichts gegen Pferde, aber warum
müssen die so groß, schnell und unbequem sein? Fustar hat mich zwar noch nicht
runter geworfen, nur, ich will nachhause! „Wo reiten wir eigentlich
hin?“ „Zu meinem Vater.“ (ist
unsere Beziehung schon so weit?!) „Ah – und wo ist das?“ „Bei mir
zuhause.“ „Hast du irgendwas?“ „Nein. Dumme Fragen bekommen dumme
Antworten.“ „Sagte ich dir schon mal – Moment, ich rutsche – äh das du
mich echt nerven kannst?“ „Nicht das ich wüsste.“ „Du kannst echt
nerven!“ „Mein Vater wohnt in seinem Schloss in der Nähe von Lurnag. Lurnag
ist eine der größten Städte im ganzen Land. Ach, wo wir gerade dabei sind,
wir werden durchreiten und dann solltest du lieber niemanden in die Augen sehen
und mir nicht von der Seite weichen.“ „Warum?“ „Weil ich es dir sage.“
„Okay.“ Schweigend reiten wir weiter. Dank Fustar waren wir nicht lange
unterwegs. (ich glaube er ist kein normales Pferd) Wir halten einige Meter vor
der Stadt an. „Steig ab! Wir gehen.“ Ich
nicke und schaue ihm nicht in die Augen. „Gut so.“ Valor nimmt die Zügel
und zerrt Fustar hinter sich her. Der große Fuchs hat anscheinend nicht
besonders große Lust in die belebte Stadt zu gehen. Ich halte mich, wie Valor
mir gesagt hatte, an seiner Seite auf. Durch unser kolossales Pferd schaffen wir
uns einigen Respekt und die Leute, größtenteils menschenähnliche Gestalten
mit vielen Knubbeln und Hörnern im Gesicht (igitt), machen ein wenig Platz.
„Hey, ich geb’ dir vier Schweine für sie!“ ich dreh mich zu dem
Knubbelkopp um und brülle ihm zu: „Erstens, ist ein männliches Pferd und
Zweitens mehr als deine vier Schweine wert!“ er sieht mich verwirrt an und
Valor stößt mir unauffällig seinen Ellenbogen in die Rippen. Wir gehen
weiter. Wow, ein Laden nur mit schönen Ringen und Ketten. Ich lass Valor ein
wenig voraus laufen und wende mich dann dem Stand zu. Beeindruckt über die schönen
Dinge lasse ich meine Hand darüber gleiten. „Fass sie nicht an! Jeder Ring
ist mehr wert als du!“ ich hab mir den Spruch nicht zu Herzen genommen, weil
ich dachte dass die Verkäuferin den Typen neben mir meinte, der sieht nämlich
sehr verdächtig aus. Als sie dann aber Valor fragt, ob ich seine Sklavin wäre
(!), habe ich doch ein wenig dumm geschaut. Valor bleibt stehen und Fustar rennt
ihm fast hinten rein, weil er durch die vielen Menschen verunsichert ist.
Langsam dreht er sich um. „Ja Elb, ich rede mit dir. Ist das (sie zeigt
mit ihrem Knubbelfinger auf mich) deine Sklavin?“ Er starrt in ihre Augen
(sehen auch irgendwie knubbelig aus, ihre Augen, nicht Valor) Er geht auf sie
zu, gleich wird er sie an schnauzen, so richtig runter machen. Was fällt der
auch ein mich als Sklavin zu bezeichnen. „Ja.“ (mega Fragezeichen – was
soll das?) „Komm her!“ (meint der mich?!) „Komm sofort her!“ Er hört
sich sauer an, deshalb beeile ich mich um zu ihm zu gehen. Seine Augen starren
mich eisig an. (ich glaub er ist enttäuscht von mir) er dreht sich in einer
schnellen Bewegung wieder um und zieht Fustar hinter sich her. Ich muss mich
anstrengen, seinen großen Schritten hinter her zu kommen. „Entschuldigung!“
Keine Antwort „Ach komm schon. Wenn du ich wärst, dann hättest du den Ringen
auch nicht widerstehen können.“ Immer noch keine Antwort. Vor einem kleinen
Laden bleibt er stehen und drückt mir die Zügel in die Hand. „Bleib hier und
beweg dich ja nicht!“ Ich schau ihn mit Dackelblick an, das hat schon bei
meinem Mathelehrer geholfen. Sein Blick entspannt sich und es erscheint ein
kleines Lächeln. „Dein Blick ist herzerweichend. (sein Lächeln versteinert
wieder) Aber wehe du bewegst dich!“ Er verschwindet in der dunklen Tür. Leise
summe ich vor mich hin. Die Knubbelköpfe, die an mir vorbei gehen, schauen mich
sonderbar an. Einer bleibt stehen und schaut mich interessiert an. Er kommt näher.
Seine eklige, glitschig aussehende, knubbelige Hand fasst mich am Arm an. Ich
kreische einmal los. Es - der Knubbelkopf - hält mir seine andere Hand vor den
Mund (bähhhh). Er packt mich und schleppt mich zu seinem Wagen. (ich würde
jetzt gerne nach Valor rufen, wenn ich könnte) Das Knubbelkopf (ich sag jetzt
nur noch das Knubbelkopf, ich bin sehr enttäuscht von denen) wirft mich
auf die Ladefläche von seinem Kuhgetriebenen Wagen. Er schwingt sich auch auf
seinen Wagen und schnalzt mit den Zügeln. Seine ‚Kühe’ (sehen so ähnlich
aus wie Kühe) kriegen einen Schock und rasen los. „Valor! Valor, hilf mir!” Er stürmt aus dem Laden und
sieht Knubbelkopfs Wagen nur noch von hinten. Für einen Moment hätte ich
gedacht er würde sich wieder umdrehen und unbesorgt weiter einkaufen, doch er
schwingt sich auf Fustar und presst ihm seine Fersen in den Bauch. Das Pferd
schnellt vorwärts und ist in ein paar Sätzen neben dem Wagen. Noch ein Satz
und er galoppiert auf der Höhe meines Entführers. (apropos kidnappen, das ist
schon mein zweites Mal) Valor springt auf den Wagen. „Bleib da hinten, ich
regle das.“ Ich nicke begeistert. Mein Elb setzt sich neben den Knubbelkopf, lächelt
ihn an und versenkt seinen Ellbogen in Knubbelkopfs Gesicht. Der stöhnt auf und
kippt leicht nach hinten. Er rappelt sich aber schell wieder auf und lässt aus
seiner Hand kleine Hörner wachsen und schlägt damit wild auf Valor ein.
(autsch) Die Kühe (hab ich schon erwähnt, dass es blaue Kühe sind?) Werden
durch den Lärm auf der Kutscherbank weiter aufgestachelt und rennen wie wild
weiter. Es scheint, als ob Valor die Schläge nichts ausmachen. Das könnte
daran liegen, dass er ein Stein-elbe ist. Er sucht unter seinem Umhang
(aufpassen, da wären wir wieder bei dem Thema Zauberumhang) seinen Krummsäbel.
An seiner Mimik lässt sich erkennen, dass er ihn gefunden hat. Er zieht ihn
heraus und fährt mit der Klinge direkt an Knubbelkopfs Kehle entlang. Ein
Schwall Blut ergießt sich über Valor und versaut ihm seine Klamotten. (ich
denke langsam wie meine Mutter) Er nimmt die Zügel auf und stoppt die Kühe.
„Komm, lass uns gehen.“ Er fasst meine Hand und geleitet mich von dem Wagen
herunter. Fustar steht an einem Gemüse Stand und ärgert den Verkäufer. Valor
nimmt seine Zügel und hilft mir mit der anderen Hand auf das Pferd. Nachdem ich
mich so bequem wie möglich hingesetzt habe, schwingt er sich mit auf den Rücken
des Fuchses. Auf Valors Befehl hin, setzt sich das Tier in Bewegung und verlässt
im gemütlichen Schritt die Stadt. Weiter draußen lässt er ihn angaloppieren.
Wir reiten schweigend in die Nacht hinein. Ich lehne mich nach hinten an Valor
und schlafe durch das sanfte Schaukeln ein. Morgens wache ich wieder auf. „Was
wolltest du eigentlich in dem Laden kaufen?“
„Blumen.“ „Blumen? Für mich?“ „Nein.“ „Für wen dann?“
„Geht dich nichts an und außerdem kennst du sie sowieso nicht.“ „Sie? Es
ist eine Frau?“ „Es war eine Frau. Jetzt ist sie tot.“ „Oh!
Entschuldigung. War nicht meine Absicht dich zu nerven, oder an schlimme Dinge
zu erinnern.“ „Sei still. Wir sind bald da.“ (ich bin mal wieder voll ins
Fettnäpfchen getreten) Plötzlich hört die Wüste auf. Mit einem Schritt sind
wir bei einer Oase. Allerdings eine ziemlich große Oase. „Wow. Als ich mit
meinen Eltern mal nach Ägypten gefahren bin, da gab’s auch Oasen mitten in
der Wüste, aber keine so riesige.“ „Das ist keine Oase, das ist der
Vorgarten von meinem Vater.“ (Vorgarten?!) „Sieh, da hinten. Das ist das
Schloss von meinem Vater, König Valor.“ „Er heißt genauso wie du?“
„Sagen wir, ich heiße wie er. Meine Geschwister wurden alle nach ihm
benannt.“ „Dann kann man euch ja nicht unterscheiden.“ „Doch. Wir haben
verschiedene Beinamen und meine Schwester heißt Valar.“ „Ist ja
interessant. Was ist denn dein Beiname?“ „Das geht dich nichts an.“ „Ach
komm schon, so schlimm wie Genoveva kann er doch nicht sein.“ „Wenn du wüsstest.“
„Bitte!“ „Nein.“ „Bitte, bitte, bitte, bitte, bitte.“ „Nein!“
Wir haben uns noch den ganzen Weg bis zum Tor gestritten. Es ist ein
gigantisches Schloss. Es sieht auch aus wie aus einem Ritterfilm, nur schöner,
verzierter, elbischer. An der Brücke über dem Burggraben stehen auch zwei
Wachen, Blaue natürlich. Sie reden ein wenig mit Valor und ich versteh kein
Wort. Ist ja klar. Reden auf elbisch. Valor sagt irgendwas worauf die Wachen
anfangen zu kichern und uns rein lassen. Valor selbst sieht nicht so aus, als ob
er das komisch fand. „Was hast du denen gesagt?“ „Meinen Namen.“ „Und
dann haben sie gelacht?“ „Ja.“ „Dann muss es ja ein lustiger Name
sein.“ „Nein, ist er aber nicht.“ „Ach verrate ihn mir doch.“
„Nein!“ „Du
bist doof.“ Wir
kommen in einen ‚kleinen’ Innenhof. Einige Elben warten schon und nehmen uns
Fustar ab, nachdem wir abgestiegen sind. „Was machen sie mit ihm?“ „Na was
schon, sie kümmern sich um ihn. Er ist gerade mit zwei Leuten auf dem Rücken
durch die Wüste gerannt. - Du bist auch nicht gerade die Hellste.“ (*Zunge
raus streck*) „Lass mich doch.“ Er
seufzt „Ich bring dich zu meinem Vater.“ (er hat aufgegeben – dieser Schwächling)
„Kann ich auch was zum trinken bekommen?“ „Ja.“ „Danke.“ Er führt
mich durch große, helle Gänge, bis wir wieder vor einer Tür stehen, die
wieder von zwei Wachen bewacht wird. (mir scheint, dass hier überall Wachen
stehen) Valor redet wieder mit ihnen und sie öffnen die Tür. Diesmal lassen
sie mich auch ohne frische Klamotten rein. In dem Raum steht ein großer Thron,
auf dem ein Mann sitzt, der Valor sehr ähnlich sieht. Oder sieht Valor ihm ähnlich?
Ach nein, es sind ja beide Valors. Sehen dann alle Valors sich ähnlich? Das mit
den Namen ist verwirrend. Ich sollte aufhören an Valors zu denken. Mein Valor,
also nicht der, der auf dem Thron sitzt, geht vor dem Thron in die Knie und
senkt seinen Kopf. (soll ich das auch machen, oder einfach nur Hallo sagen?)
Mein Valor sagt etwas, worauf der andere Valor auch etwas sagt und ich immer
noch nichts verstehe. Dann auf einmal dreht der eine Valor auf dem Thron seinen
Kopf zu mir und fängt an zu reden. „Sei gegrüßt, Genaveva. Ich bin Valor
der Erste, auch Valor der Blaue genant.“ „Ähm... ich heiße Gen o
veva, nicht Gen a veva.“ Mein Valor schaut mich strafend an. Schnell
schiebe ich ein „Aber Ihr könnt mich nennen wie Ihr wollt.“ Valors Vater
schaut seinen Sohn an „Lass sie nur. Sie ist es ja nicht gewohnt mit einem König
zu sprechen. – er dreht sich wieder zu mir – Nun Genoveva, wie ich gehört
habe, war deinen Reise bis zu mir sehr abenteuerreich.“ „Ach, nicht der Rede
wert.“ „Mein Sohn, Valor, der Rosarote,(rosarot?!) sagte mir, dass du mit
einem Greif in unsere Welt gekommen bist. Stimmt das?“
Ich verkneife mir ein Lachen „Ja. Das ist richtig und ich würde auch
gerne wieder mit so einem Vieh nachhause fliegen, wenn es keine Umstände
bereitet.“ „Da kann ich dir nicht helfen. Nur die Magier von dem Onyxclan
besitzen solche Greife. Du musst dich an sie wenden. Doch zuvor musst du mir von
deiner Welt erzählen – Valor, du kannst dich entfernen.“ Mein Valor, der
rosarote, (muhahaha) steht auf und geht aus dem Thronsaal. Er schließt hinter
sich die Tür. „Wo geht er jetzt hin?“ „In den Schlossgarten. Dort liegt
Amy.“ „Wer ist Amy?“ „Er und Amy haben sich vor langer Zeit geliebt,
doch sie war eben nur ein Mensch und er ein Elbe. Da kann nichts draus
werden.“ „Was ist denn passiert?“ „Sie ist alt geworden und gestorben.
Ihm kann das ja nicht passieren, das er alt wird und stirbt, aber ihr Menschen,
ihr sterbt ja schon wenn man euch schief ansieht.“ (danke, das hab ich jetzt
gebraucht) „Wollte er deshalb in Lurnag Blumen kaufen?“ „In Lurnag hat er
immer für sie Blumen gekauft. Ich muss sagen die haben aber auch verdammt schöne
Blumen. Lienen und Menschenhände...“ „Menschenhände?!“ „Oh,
entschuldige. Das sind auch Blumen, sie sehen nur aus wie menschliche Hände.
Aber nun erzähl mir von deiner Welt. Ich war schon lange nicht mehr dort. Gibt
es immer noch diese veralteten Burgen in denen man nicht die Hand vor Augen
erkennen konnte, weil es so dunkel in den Gängen war?“ „Burgen? Also Burgen
gibt es schon lange nicht mehr.“ „Nein? In was wohnt ihr denn dann?“ „In
normalen Häusern. Na ja und die Reicheren halt in Villen. Burgen und Schlösser
gibt es nicht mehr so viele in denen man wohnt. Die werden jetzt eher als
Touristenattraktion hergenommen.“ „Was ist das?“ „Eine Attraktion ist
was, wo viele Leute hingehen um sich das anzusehen. So was ähnliches wie ein
Markt, nur eben exklusiver, nicht so alltäglich. Ihr habt bestimmt auch Plätze
aus eurer Vergangenheit, wo ihr ab und zu mal hingeht um zu sehen wie die früher
gelebt haben.“ „Da hast du Recht, so etwas haben wir. Sehr klug von euch
Menschen. Muss ich schon sagen.“ (smile) „Valor, Euer Sohn, meinte ich würde
ihn an jemanden erinnern...“ „oh ja, da hat er Recht. Du siehst Amy verdammt
ähnlich.“ „Ich sehe Amy ähnlich, also deshalb.“ „Darüber kannst du
froh sein, denn seit Amy tot ist, hasst er Menschen über alles. Weil sie so
schnell sterben.“ (Danke) „Entschuldige, aber für uns Elben sterbt ihr
wirklich recht schnell.“ „Schon gut. Könnte ich etwas zu trinken haben und
vielleicht auch etwas zu essen? Weil ich habe Durst und Essen könnte ich
eigentlich fast immer.“ „Natürlich.“ Er klatscht einmal in die Hände und
sofort springt die Tür auf und eine Schar Diener kommt herein. Jeder trägt
eine silberne Platte mit den verschiedensten Köstlichkeiten drauf. (*freu*) Sie
stellen sie auf die große Tafel und decken den Tisch mit silbernen Tellern und
Kristallgläsern. Dann lässt Valor seinen Söhne und seine Tochter zu Tisch
bitten. (das wird verwirrend) Ein Sohn nach dem anderen kommt zur Tür herein
und stellt sich vor. Valor der Graue, Valor der Grüne, der Gelbe, der Silberne,
der Junge, der Große, der Schwarze, der Hellblaue, der Rosarote (mein Valor)
und seine Schwester, Valar. Sie setzen sich alle um die Tafel herum. Ich sitze
zwischen Valor und Valor. (das war ein Scherz, ich sitze natürlich zwischen
meinem Valor und seinem Vater) Vater Valor hebt sein Glas „Auf unseren
Gast!“ alle anderen Valors machen ihm es nach „Auf unseren Gast!“ Mir
kommt das alles ein wenig suspekt vor. Das Essen schmeckt aber gut. Ein Valor
will ein Gespräch mit mir anfangen „Genoveva werdet ihr uns im Krieg
beistehen?“ Ich lächle und flüstere zu meinem Valor „Was für ein
Krieg?“ „Der Krieg zwischen den Mächten von Durnaka und der Allianz von
Reich Haya und den Elben.“ „Natürlich werde ich euch helfen, nur... wie
soll ich das machen?“ Der Valor, der mich angesprochen hat steht mit einem
Ruck auf. Er richtet seine blaugrünen Augen auf seinen Bruder „Ich dachte du
hättest mit ihr darüber gesprochen? Wieso weiß sie nichts von unserem Krieg
und nichts von ihrer Aufgabe?“ (ich glaube die Beinamen, zumindest einige,
stammen von der Augenfarbe) Mein rosa Valor steht auch auf, allerdings mit solch
einer Wucht, dass er seinen Stuhl umwirft. „Hast du sie dir schon mal genau
angesehen? Sie ist ein Kind. Deine Wunderwaffe ist nicht einmal ein halbes
Jahrhundert alt. Und du meinst ich hätte schon von ihrem grandiosen Schicksal
erzählt? Von der Heldentat, die sie noch vor sich hat? Für wen hältst du
mich?“ Er stürzt aus dem Thronsaal hinaus. Ich komme mir irgendwie sehr
verloren vor, in so einem großen Stuhl, an so einem großen Tisch, mit so großen
blauen Elben und ohne meinen Valor und ohne eine Ahnung von was die Leute um
mich herum reden. Valors Bruder steht immer noch und ruft ihm hinterher „Lauf
nur vor deinen Aufgaben davon, aber es bringt dir nichts. Sie muss es tun.“
Aber das habe ich nicht verstanden, weil er das auf elbisch gesagt hat und sich
das ungefähr so angehört hat: Kelf nuch de orvelso diue sondat kol, nurs hecs
al. Dhe unkn gruh. Valar hat mir das dann später übersetzt. Sie ist eigentlich
recht nett. Sympathischer als der Valor, der das gesagt hat. Nach dem Essen
steht sie auf. Sie nimmt mich mit nach draußen in den Garten. „Darf ich
fragen was mit euch los ist? Immer wenn ich mit Leuten von dieser Welt zusammen
bin, fangt ihr an von Sachen zu reden, von denen ich überhaupt keine Ahnung
habe. Und jetzt das mit dem Krieg. Okay, ich wusste, dass Valor und Kuo´jar und
Gellem und Edart einen Krieg verhindern wollten, aber mehr auch nicht. Kannst du
mir das nicht wenigstens ein bisschen erklären?“ Sie lächelt mich an „Ich
verstehe, dass es für dich sehr verwirrend sein muss. All die fremden Völker
und unsere Welt ist auch nicht die freundlichste gegenüber von menschlichen
Kindern. Aber du musst stark sein, alles wird sich im Laufe deines Abenteuers,
hier in Invij, aufklären.“ „Was ist Invij?“ „Entschuldige. So heißt
diese Welt, wie deine Welt Erde heißt.“ „Noch eine Frage, was hat Valor mit
Wunderwaffe gemeint und das ich noch so jung bin. Schon klar ich bin noch nicht
so alt wie ihr, aber.“ „Das gehört mit zu deinem Schicksal. Ich darf dir
nichts davon erzählen. Du musst meinen Bruder Valor den Rosaroten fragen.“
„Ach noch was.“ „Ich sagte doch schon, dass ich dir nichts von deinem
Schicksal erzählen darf.“ „Es hat nichts damit zu tun. Ich will nur wissen
warum er der Rosarote heißt.“ „Ach, die Namen. Hast du ihm schon einmal in
die Augen gesehen? Er hat violettblaue Augen.“ „Warum heißt er dann nicht
der Violette?“ „Ich weiß es nicht, aber ich habe gehört, dass unsere
Mutter ihn nach der Geburt sah und dann sagte: er hat ja rosarote Augen. Und das
blaue in seinen Augen ist erst später gekommen.“ „Er tut mir leid.“ Sie fängt
an zu lachen „Oh ja, er kann uns leid tun. Ich hoffe ich vergraule dich nicht,
wenn ich dir jetzt sage, dass ich noch weg muss. Aber du kannst dich in unserem
Schloss frei bewegen, ganz wie es dir beliebt.“ „Nein, ist in Ordnung. Geh
ruhig. Ich spaziere hier einwenig durch die Gegend.“ Sie verabschiedet sich
von mir und geht dann mit schnellen Schritten zurück in die Burg. Ich folge dem
schmalen Weg quer durch den Garten. Als ich um eine Kurve gehe, sehe ich Valor
auf einer Bank sitzen. Er scheint sich mit jemandem zu unterhalten. Ich gehe ein
Stück näher ran, doch sehen tu ich niemanden. Er hebt den Kopf und sieht mich
an. „Setz dich neben mich.“ Ich gehe auf ihn zu und setze mich auf den
kalten Stein. „Du willst bestimmt jetzt wissen um was Valor, der Grüne und
ich uns gestritten haben.“ „Um mein Schicksal, soviel weiß ich schon. Aber
ich dachte ich wäre nur so aus Zufall hier.“ „Das dachte Amy am Anfang
auch. Der Onyxclan besitzt die Macht über diese Portale. Sie sind normalerweise
neutrale Magier, doch jedes Jahrhundert geraten die Mächte von Durnaka und das
Reich Haya aneinander. Wir Elben stehen auf der Seite von Reich Haya, doch gegenüber
des Sorija sind wir auch neutral. Die Onyxmagier wählen bei jedem Krieg einen
Menschen von der Erde aus. Diesen Menschen lassen sie dann durch ihre Greife
entführen. Du bist ein solcher Mensch. Du wurdest auserwählt, der Kampfrichter
zwischen den beiden Kontrahenten zu sein. Allerdings ist diese Arbeit nicht so
einfach wie sie sich anhört. Sie sterben alle bei der Verkündung des Siegers.
Denn nicht du entscheidest wer gewinnt, sondern eine höhere Macht, der Pirsuề.
Er bestimmt den Sieger und du gibst es bekannt in dem du stirbst und auf deiner
Stirn die Initialen des Gewinners erscheinen.“ „Hört sich nicht sonderlich
berauschend an.“ „Das ist es auch nicht. Amy war auch aus deiner Welt. Du
siehst ihr so ähnlich, dass es mich schmerzt, dich anzusehen. Andererseits ist
es vielleicht ein Zeichen von Pirsuề. Vielleicht möchte er, dass ich dich
vor diesem Schicksal beschütze.“ „Ist das Amys Grab?“ Ich zeige auf eine
Marmorplatte. In ihr wurden elbische Schriftzeichen eingraviert. „Ja.“
„Was steht da?“ „Da steht: Dieser Stein soll an das menschliche Mädchen
Amy erinnern, die so tapfer auf der Seite der Unseren gegen ihr Schicksal gekämpft
hat.“ Er schaut auf den Boden. Vor ihm blüht ein kleines Vergissmeinnicht.
„Das hat sie selbst hier eingepflanzt.“ „Es ist wunderschön.“ Er steht
auf „Jetzt weißt du alles. Lass uns zurück reiten.“ „Aber nicht mehr
durch Lurnag.“ „Ich verspreche dir, dass wir nicht mehr nach Lurnag
reiten.“ Er lächelte wieder. (das war ja wohl Herzschmerz pur, oder?)
Gemeinsam gehen wir in den Innenhof. Fustar steht schon bereit. Diesmal hat man
mir einen Hocker dazu gestellt. Ich klettere auf das Pferd und Valor schwingt
sich locker-leicht hinter mich. Wir traben über die Zugbrücke wieder hinaus in
die Wüste. Ich erzähle jetzt nicht wie ich wieder nachts eingeschlafen bin,
wie wir durch die Wüste geritten sind und so weiter und so fort. Das würde
euch sonst zu sehr langweilen. Vormittags reiten wir durch die Tore von Haya
City. Ein Mann nimmt uns Fustar ab und bringt ihn in den Stall. Wir gehen wieder
in die Burg. Kuo´jar und der Rest der Truppe kommen auf uns zu. Kuo´jar selbst
sieht nicht sehr begeistert aus. „Was fällt dir ein, sie einfach mitzunehmen?
Wir dachten sie wäre entführt worden. Auf Edart wurde ein Mordanschlag verübt
und auch ich musste mit einem Verräter kämpfen. Du hättest uns das erst
mitteilen müssen, wir sind schließlich eine Gruppe.“ Valor sieht ihn mit
einem unerschütterlichem Blick an der mehr als tausend Worte sagt „Mein
Freund Kuo´jar, wir sind NICHT eine Gruppe und ich habe auch nicht vor euch in
meine Pläne jemals einzuweihen.“ Ich komme mir wieder leicht verloren vor.
Ich mag es nicht wenn die Typen sich streiten. Ist mir höchst unangenehm.
„Ach und noch was. Ich wurde auch angegriffen und sie ist die Sorija.“ Kuo´jar
reißt verblüfft die Augen auf. „Ist das dein Ernst? Ihr wart bei deiner
Schwester?“ „Ja.“ „Was hat Valar damit zu tun?“ „Ihr seid alleine zu
deinem Vater geritten? Bitte sag mir nicht, dass ihr durch Lurnag geritten
seid.“ „Doch, das sind wir und dort wollten sie sie entführen.“ „Wer
sie?“ „Warum hast du uns nicht mitgenommen? Du weißt wie gefährlich Lurnag
für Menschen ist. Du hast sie in eine noch größere Gefahr gebracht als in der
sie schon ist.“ „Wieso denn das?“ „Ich passe besser auf sie auf, als ihr
alle zusammen.“ (Ich komme mir so unbeachtet vor) „Du hast unverantwortlich
gehandelt.“ „Ich bin doch der, der sich die ganze Zeit um sie kümmert.“
„Das ist aber noch lange kein Grund sie ohne eine Nachricht mitzunehmen.“
(langsam reicht es) „ENTSCHULDIGUNG, aber ich würde gerne in dieses Gespräch
mit einbezogen werden!“ völlig geschockt durch meinen kleinen Ausflipper
schauen sie mich an. Alle starren auf mich herunter, bis auf Gellem (muhahaha)
Kuo´jar löst sich als erster aus seiner Erstarrung. „Halt dich da raus!“
(jetzt bin ich baff) „Du bist zu wichtig, als das man dich in große Gefahr
bringen sollte.“ Er winkt einen Jungen herbei, der ein bisschen älter ist als
ich. Kuo´jar wechselt mit ihm ein paar Worte auf einer anderen Sprache.
„Genoveva, folge ihm, er bringt dich in ein Schlafgemach. Warte dort, bis dich
einer von uns abholt. Du darfst diesen Raum nicht allein verlassen und achte auf
jeden der dir sonderbar vorkommt.“ „Aber was ist wenn ich nicht will?!“
„In diesem Punkt streite ich nicht mit dir. (mir scheint es ist ihm echt
wichtig) Geh mit ihm mit!“ er dreht sich wieder zu Valor und redet auf ihn
ein, natürlich in einer anderen Sprache, sodass ich nichts versteh. Ich hasse
das. Der Junge zupft mich am Ärmel und macht eine Handbewegung um mir zu
zeigen, dass ich mitkommen soll. Was mach ich nicht alles für mein Königssöhne.
Wir gehen einige dunkle Gänge entlang und kommen zu einem Zimmer, das genauso
aussieht wie das Umkleidezimmer. Es ist aber anders eingerichtet. Es steht ein
großes Metallbett in einer Ecke und ein kleiner Tisch daneben. Es wurden einige
Teller draufgesellt und ein kleiner Krug mit Wasser. Frische Anziehsachen wurden
auch bereit gelegt. Der Junge lässt mich in dem Zimmer allein. Ich höre wie
seine Schritte immer leiser werden und letztendlich vollkommen verschwinden. Ich
setze mich auf das Bett und nehme mir ein Stück Brot. Es ist zwar sauzäh, aber
genießbar. Das Wasser könnte auch besser schmecken. (unter so was verstehe ich
Gefängnisessen) Ich lasse mich zurückfallen und schließe die Augen. Während
ich so vor mich hin träume, schließt irgendwer die Tür zu meinem Zimmer ab.
Schlagartig springe ich auf und rase zu der Tür. Zu spät, abgeschlossen. Wie
wild trommle ich auf die Tür ein, bringt aber bei einer stabilen Holztür
nichts. „Hey du verdammtes Stück Scheiße, lass mich sofort hier raus! Ich
geb dir einen Tipp, mach auf oder du hast den längsten Teil deines Leben hinter
dir! Ich warne dich, ich habe einflussreiche Freunde! Die haben kein Problem dir
einfach so die Kehle durch zuschneiden!“ keine Reaktion. Der ist
wahrscheinlich schon längst weg. „Verdammt!” missmutig setze ich mich
wieder auf das Bett und fluche leise in mich hinein. (was soll das denn bitte?
Bin ich jetzt eine Gefangene, oder ist das eine von Kuo´jars Ideen?) als ich
eingesehen habe, dass fluchen nichts bringt, ziehe ich mich um. Sie haben mir
eine Schlaghosenähnliche Hose gemacht mit einem Top. Sieht nicht schlecht aus.
Die Luft in dem Raum wird plötzlich leicht bläulich und auf ein mal erscheint
genau so ein Portal wie das mit dem ich hergekommen bin. Nur das hier sieht ein
wenig... nun ja, wie soll ich sagen... verlottert aus. Es hat irgendwie... Löcher
und ist von der Farbe her auch ein bisschen ausgebleicht. Ich fürchte, dass ich
mit diesem Tor nicht nachhause komme. Das Portal bekommt ein wenig mehr Farbe
und ein Mann mit schwarzer Kutte
springt heraus, stolpert und fällt der Länge nach hin. Er steht umständlich
auf und zupft seine Kutte zurecht. „Schönen guten Tag. Wenn ich mich
vorstellen darf, Jirdus Jerald Justus Jiredrim der Juxige vom Onyxclan und sehr
stolz darauf.“ Er stößt ein lautes, unangenehmes Lachen aus. (der ist mir
nicht geheurer) „Sehr... ähm... erfreut, glaube ich.“ Wieder dieses
Gackern. „Ihr fragt Euch jetzt bestimmt was Ihr hier macht und warum
ausgerechnet Ihr hier seid. Nun ja, das hat verschiedene Gründe, zum einen seid
Ihr dafür geeignet um Pirsuề zu dienen, zum anderen... ehm... ja, zum
anderen... ein nervöses Lachen... es ist mir entfallen. Hä hä, kann schon mal
passieren.“ Ich schaue ihn skeptisch an. „Ich weiß schon lange, dass ich
die Sorija bin.“ „Oh! Ähm... gut, dann muss ich Euch das ja nicht mehr erklären.
Dann könnt Ihr ja gleich mit mir mitkommen.“ (?) „Wieso das denn?“ „Na
weil die Sorija immer bei dem Onyxclan sind, bis die große Schlacht beginnt.“
„Ach ja?! Und was interessiert mich das?“ (Man merkt wie er immer unsicherer
wird) „Na... Ihr seid doch die Sorija. Dann müsst Ihr mitkommen. Das war
schon immer so.“ „Dann ist es halt jetzt nicht mehr so.“ „Aber das geht
doch nicht.“ „Wollen wir wetten?“ „Ich... ich.. warne Euch, ich bin ein
großer Magier des Onyxclans.“ „Soll ich jetzt Angst haben?“ (irgend wie
ist der Typ lachhaft) er überlegt was er machen könnte. „Ich verwandle Euch
in einen Frosch!“ ( der Spruch kommt mir bekannt vor) „Oh nein! Ich hab ja
solche Angst!“ ich fange an zu lachen. Die Tür wird wieder aufgeschlossen und
Kuo´jar und Valor kommen herein. Sie mustern Jiredrim ausführlich. Valor
stellt sich zwischen mich und den Magier. „Verzieh dich aus ihrem Gemach! Ihr
Onyxtypen habt schon genug angerichtet.“ Jiredrim zieht den Kopf ein. Man spürt
seine Angst vor dem Elben. (*schadenfrohgrins*) „Du hast keine Macht über
mich, denn ich gehöre zu dem mächtigen Onyxcl...“ „Mir ist egal wohin du
gehörst, Genoveva bleibt bei uns!“ (das ist mal wieder mein Valor)
„Ich muss sie mitnehmen.“ „Du musst gar nichts, nur sterben und das
sehr bald wenn du nicht sofort verschwindest.“ „Valor, lass ihn in Ruhe. Du
weißt, das es immer so ist.“ Ich drehe mich zu Kuo´jar und durchbohre ihn
mit meinen Blicken. Was fällt ihm ein? Okay, wir haben uns nicht immer so gut
verstanden, aber ist das ein Grund mich zu dem Typen da abzuschieben? „Hör
auf ihn, Elb.“ Valor zieht seinen Krummsäbel. Der Magier murmelt einige Worte
und ein greller Lichtblitz schießt auf Valor zu. Doch er hebt nur seinen Säbel
und der Blitz verpufft an der Klinge. Valor macht einen Schritt auf Jiredrim zu
und legt die immer gut geschliffene Klinge an den Hals des Menschen. Bevor er
ihm die Kehle durchschneidet wendet er sich aber ab. „Ich begleite sie.“
Jiredrim zuckt zusammen. „Das... das geht nicht! Niemand darf in das
Hauptquartier des Onyxclan.“ „Entweder ich komme mit, oder sie bleibt
hier.“ „Aber, das ist ja Erpressung!“ (das sieht ganz nach dem Valor aus,
den ich kenne) „Du kannst es dir aussuchen.“ „Da muss ich nachfragen.
Wartet hier einen Moment.“ Er beschreibt mit seiner Hand einen Kreis. Wir
warten gespannt – nichts. Er versucht es noch mal. Wieder nichts. Er grinst
uns verlegen an. „Funktioniert wohl gerade nicht.“ Valor schüttelt
herablassend den Kopf. „Das war klar. Lasst uns hinreiten. Ich hoffe, du weißt
den Weg zu eurem Tempel.“ Jiredrim funkelt ihn böse an „Natürlich weiß
ich das.“
Edart
und Gellem wurden gerufen und dann ging unsere Reise zu den Onyxmagiern los.
Jeder hat sein eigenes Pferd, nur ich mal wieder nicht. Jiredrim reitet vorne
weg und die anderen hinter her. „Es wird aber eine weite Reise, trotz
Pferd.“ Jiredrim dreht sich um. (eigentlich ist mir das egal, Hauptsache, ich
darf weiter bei Valor mitreiten) Edart schaut ihn an „Das ist egal. Wir
begleiten die Sorija und damit hat sich die Sache.“ „Ich weiß aber nicht ob
ihr dann nicht umgebracht werdet, weil ihr unser Versteck wisst.“ Jetzt mische
ich mich mal ein „Das werden wir ja sehen, aber ich glaube, dass du dann auch
gekillt wirst, schließlich hast du sie dahin geführt.“ Es bilden sich
Denkfalten auf seiner Stirn „Hmmm, da könntet Ihr Recht haben.“ (welch eine
Auffassungsgabe) Mit einem Ruck dreht er sich um und presst dem armen Pferd
seine Absätze in den Bauch. Unwillig galoppiert es los. Und so setzt sich die
Gruppe in Bewegung. Das Schöne am nicht auf einem eigenen Pferd reiten ist,
dass man nicht aufpassen muss wohin das Tier rennt. Aber eigentlich bevorzuge
ich doch ein Auto oder Flugzeuge oder Züge oder... ach ist ja egal, gibt es
hier ja sowieso nicht. Wir reiten bis tief in die Nacht und schlagen irgendwann
unser Lager auf. Es hat angefangen zu regnen (suuuper!!!) den Anderen scheint
das nichts aus zu machen, deshalb lege ich mich auch unter meine Decke.
Es
ist dunkel. Es ist kalt. Es ist dünn. (ich meine die Decke) Es regnet und ich
kann nicht schlafen. Ich stehe auf und gehe zu Valor. Er schläft. (glaub ich
zumindest) Ich tippe ihn an. „Duuu, bist du noch wach?“ Valor setzt sich
auf, seine Augen leuchten im Dunklen (das ist strange) „Was willst du?“
„Ich kann nicht schlafen.“ „Könnte ich auch nicht, wenn ich im Regen
stehen würde.“ „Es ist kalt.“ „Dann klau Gellem die Decke, er merkt
sowieso nichts.“ „Igitt.“ „Geh Schäfchen zählen.“ „Darf ich bei
dir schlafen?“ *smile* Soweit ich das bei Nacht erkennen kann, schaut er mich
ziemlich geschockt an. „Bitte!“ *anfleh* „Hol deine Decke, du darfst neben
mir liegen.“ „Ich meinte eigentlich unter deiner Decke.“
„Nein!“ „Bitte.“ „Nein!“ „Ach komm schon!“ „Nein!“
„Na gut, wenn du unbedingt willst, dass die Sorija erfriert...“ Ich wende
mich um „Na... na gut. Aber nur dieses eine mal, verstanden?“ „Ja klar.“
Ich lege mich unter Valors Decke (kuschelig warm) „Mir ist kalt.“ Valor legt
seinen Arm um mich *g* langsam werde ich müde und mir fallen die Augen zu. So
einen schönen Traum wie in dieser Nacht, hatte ich niemals wieder.
Am
nächsten Morgen werde ich von Jiredrim geweckt. (Valor ist schon vorher
aufgestanden, ohne das ich es bemerkt habe. Respekt) Frühstück!!! Es gibt Eier
mit Speck. (fragt mich nicht von welchem Tier der war, der Speck ist leicht türkisfarben)
Schmeckt trotz der gewöhnungsbedürftigen Farbe recht gut. Während die Männer
und Elben und Zwerge die Pferde satteln, wasche ich ab. (deren Argument: Das ist
Frauenarbeit. *kurz vor Verzweiflung steh*) Beim Frühstück wurde beschlossen,
dass wir zuerst noch zu König Archer reiten. Als ich gefragt habe, wer das sei,
wäre Kuo´jar fast gestorben. Man erklärte mir, dass das der mächtigste König
in dieser Welt sein und auch noch Kuo´jars Vater. Dann ich mir eingefallen,
dass ich den Namen schon mal gehört habe. Aber hey, woher sollte ich das
wissen. Wir steigen auf und reiten weiter Richtung ... ähm ... ich glaube
Osten, bin mir da aber nicht ganz sicher. Ist ja auch eigentlich egal, schließlich
habe ich meine Reiseführer. (ha! Sagte ich gerade Reise? Das ist wenn dann ein
Abenteuerurlaub mit Todesgefahren, die ich wahrscheinlich nicht lebendig überstehen
werde. Man muss aber sagen, dass ich das alles mit sehr viel Humor nehme, oder?)
Jedenfalls reiten wir und reiten wir und reiten wir. Es ist langweilig. Man
sitzt die ganze Zeit auf so einem Pferd und reitet. Was will man machen? Karten
spielen?! Nein, man langweilt sich. Wir reiten den ganzen Tag lang. Mittags
machen wir eine kleine Pause und dann reiten wir weiter. Es dämmert und wir
schlagen unser Nachtlager auf. Edart hat Feuer gemacht und Gellem brutzelt
irgendwelche kleinen Tierchen bei lebendigem Leib. (Tierquäler!) Das Geschrei
und Gequieke ist unerträglich. Es scheint nur mich zu stören. Valor ist
irgendwie komisch. Er ist auf einmal total unfreundlich zu mir, zwar immer noch
freundlicher als Gellem, aber trotzdem. Überhaupt benehmen sich alle sonderbar.
Gellem ist noch nerviger geworden, Edart redet so gut wie gar nicht mehr mit
mir, Kuo´jar motzt mich die ganze Zeit an und Jiredrim guckt mich absolut
finster an. Auch gegenseitig streiten sie sich oft. Nicht das es mir was
ausmachen würde, wenn Gellem und Kuo´jar sich gegenseitig umbringen, nein,
ganz im Gegenteil, aber ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden (die
Anspielung bemerkt?!?!). Nach dem Essen verziehen sich alle zu ihren Decken.
Sogar ich lasse Valor in Ruhe, obwohl es seit gestern Abend nicht aufgehört hat
zu regnen. Ich kuschle mich in meine Decke. Sie ist feucht, nicht gerade
angenehm. Ich muss an zuhause denken. Irgendwie vermisse ich schon meine Eltern
und die Leute aus meiner Klasse. Heute ist es das erste Mal, dass ich sie
wirklich vermisse. Die Stimmung hier ist echt beschissen. Ich spüre wie eine Träne
meine Wange herunter läuft. Schnell wische ich sie weg, soll ja keiner sehen.
Tja bringt nichts, ich bekomme einen Heulanfall. Valor fällt es zu erst auf. Er
kommt und setzt sich neben mich. (ich versuche die Tränen unauffällig weg zu
wischen) „Warum weinst du?“ „Tu ich doch gar nicht.“ *trotzige Antwort
geb* Valor schaut mich durchdringend an. Dann will er aufstehen. „Na gut,
warte! Ich vermisse meine Eltern.“ Keine Antwort „Außerdem, motzt ihr alle
mich ständig an.“ „Tut mir Leid.“ *schnief* „Mhmm.“ „Es lieg nicht
an dir. Es ist nur so, der große Kampf rückt immer näher und ... und es könnte
sein, dass du stirbst. Auch wenn Gellem und die andern es nicht zugeben wollen,
mögen sie dich. Je näher wir den Onyxmagiern kommen, desto früher kommt die
Schlacht.“ „Ich weiß.“ „Es ist besser wenn du schlafen gehst.“ Ich
nicke. Valor streicht mir noch einmal ganz sachte über die Haar und geht. Na
klar, Gellem mag mich! So was gibt’s nicht. Spät in der Nacht wache ich auf.
Ich hatte einen Albtraum. Eine ganze Horde U’tals haben uns überfallen und
mich verschleppt. Fand ich gar nicht lustig. Ich stehe auf und gehe zu Valors
Decke. Er ist nicht da. Egal, ich lege mich hin und kuschle mich in die noch
warme und nach Valor riechende Decke. (wie wunderbar!) Glücklich schlafe ich
ein.
Nächster
Morgen, wieder reiten. (das kotz mich langsam an) Es regnet immer noch (kotz
mich auch an) Wir kommen in einen dunklen Wald. Wenn die Sonne scheinen würde,
wäre er unter Umständen bestimmt schön, aber jetzt ist er einfach nur
matschig. Fustar und die anderen Pferde bleiben immer öfter in dem Morast
stecken, sodass Valor und Kuo´jar beschließen, dass alle absteigen und zu fuß
weiter gehen. Auch nicht gerade berauschend.
Meine
Füße sind durchnässt, meine Hose verschlammt und außerdem kann ich nicht
mehr. Kuo´jar will mich gerade auf Fustar setzten, als aus dem Unterholz
bestimmt zwanzig U’tals und andere abartige Geschöpfe kommen. Mit wildem
Geschrei stürzen sie sich auf uns. Vollkommen überrascht ziehen Kuo´jar,
Valor, Edart und Gellem ihre Schwerter bzw. ihre Äxte. Jiredrim spricht
irgendwelche Zauberformel, doch es spritzen nur ein paar Funken. Tapfer schlagen
sie den Viecher die Köpfe ab, oder erschlagen sie einfach. (absolut blutig,
diese Welt) aber gegen diese Übermacht an widerlichen Kreaturen haben sie keine
Chance. Trotz der ausgezeichneten Schwertzügen und den mehr oder weniger
funktionierenden Zaubersprüchen drängen sich einige U’tals durch meine
Verteidiger durch und laufen auf mich zu. Bin ja nicht blöd und renne weg.
Versuche es zumindest. Bringt aber nicht sehr viel, weil von der andern Seite
auf einmal auch welche kommen und mich abfangen. Einer schlingt mir seine Arme
um den Körper und wirft mich über seine haarige Schulter. (Bääähhh) an
meiner Nase läuft ein Floh vorbei. *würg* Ich schrei mir die Seele aus dem
Leib. Edart stürzt sich vor den mit mir flüchtenden U’tal. Doch eine kleine
Gruppe U’tals springt ihn an und durch bohren ihn mit ihren Dolchen. Er bricht
vor meinen Augen zusammen und bleibt bewegungslos liegen. Ich fürchte er ist
tot. (oh nein!) Jiredrim bekommt eine Schwert zwischen die Rippen und kippt
keuchend um. (oh nein!!) andere U’tals haben Gellem zu Fall gebracht und
verschnüren ihn wie ein Päckchen. (oh nein!!!) Valor dreht sich kurz um und
sieht mich. Dadurch passt er einem Moment lang nicht auf und kriegt einen Holzprügel
in den Nacken. Bewusstlos (denk ich mir mal) fällt er in den Dreck. (oh
nein!!!!) Kuo´jar ist der einzige der noch kämpft, doch ich verliere ihn aus
den Augen, als der U’tal durch ein Portal springt und wir plötzlich in einer
furchterregenden Höhle sind.
Ich
fühl mich einfach erbärmlich. Schniefe und huste vor mich hin (jaaaa, hab mich
erkältet, wen wundert’s wenn man mich in dünnen Klamotten im Regen durch die
Gegend hetzt) Würde mich ja mal interessieren, wie es den anderen geht und wann
sie gedenken mich abzuholen. Der U’tal hat mich in eine kleine, dunkle Nische
in der Wand geworfen und mir eine Kette um den Fuß gemacht. (wie unbequem) Ich
habe gerade gesehen wie ein paar U’tals eine junge Frau bei lebendigem Leib
gefressen haben, hoffe mir passiert nicht das Gleich.
10
Minuten später. Mir ist langweilig und es ist kalt. (ich lieg auf Steinboden)
Mir scheint das ist irgendein U’tal Wohnheim, weil es laufen Massen von ihnen
herum. Die Höhle ist anscheinend mehrstöckig aufgebaut. Das heißt es wird
schwer mich zu finden und hier raus zu bringen.
20
Minuten später. Ein U’tal kommt und nimmt mir die Ketten ab. (Freiheit) Es
packt mich am Arm (bäh) und zerrt mich hinter ihm her. ich komm noch nicht mal
zu aufstehen. Es schleppt mich bis ganz nach unten. (die Treppen waren am
schmerzhaftesten) Hier ist es bis auf einige Fackeln stockdunkel. Ich sehe die
Konturen von einigen Menschen, Zwergen und Ponys. Es erinnert mich an eine
Miene. Alle schuften. Mir ist gerade aufgefallen, dass ich ein riesen Loch am
Hintern hab. (nicht über den ganzen, du Perversling) Der U’tal stößt mich
auf einen Haufen Steine. (*vor Schmerz auf stöhn*) und wirft mir eine Schaufel
zu. Der U’tal wirft mir noch einen bösen Blick zu und geht. Langsam rapple
ich mich auf und klopfe mir den Dreck von der Hose. (denk erst gar nicht dran!)
Ein Junge in meinem Alter stellt sich neben mich. Sieht der gut aus!!! (soweit
ich das in dem Licht beurteilen kann) Trotz, nein wegen dem Dreck im Gesicht,
macht ihn irgendwie verwegen. (Y)
„Nimm die Schaufel und fang an zu graben.“ „Ähm ... wieso?“ (ich seh’
das nicht ein. Mir tut alles weh und erkältet bin ich auch, wie man unschwer an
meiner Stimme erkennen kann) „Tu es einfach. Sie können sehr ungemütlich
werden.“ Er deutet auf einen U’tal. „Sorry, aber ich habe nicht vor, auch
nur einen Finger für die krumm zu machen.“ „Bitte! Sie bestrafen sonst die
ganzen Arbeiter.“ Ich zucke mit den Schultern. Ist mir doch egal, was hab ich
mit diesen Leuten zutun. Ein U’tal scheint es anders zu sehen als ich und
kommt auf mich zu. Er packt mich und wirft mich mit solch einer Wucht auf den
Boden, dass mir die Luft weg bleibt. Ich bekomme keine Luft mehr. Echt nicht.
Ich glaub ich ersticke gerade. (oh neeeeiiiin!!!) Schock überwunden, ich krieg
wieder Luft. (keuch) Das Vieh geht wieder. Sehr schwer atmend (soweit es bei
verstopfter Nase geht) stehe ich wieder auf und nehme die Schaufel. Ich schaufle
irgendwelche Steine irgendwo anders hin - *keuchanfall*. „Geht es dir nicht
gut?“ Hat der Typ mich tatsächlich gefragt ob es mir nicht gut ginge? Ist das
sein Ernst? Ist er blind? „Esch geht mir blendend!“ (vor Sarkasmus nur so
strotz) „Wasch denkst du dir eigentlich? Mir geht’s beschissen! Ich bin überfallen
worden, von meinen Leuten getrennt worden, zum arbeiten verdonnert worden und
meine Freunde schind immer noch nicht aufgetaucht um misch zu befreien. Und du
fragst ob es mir gut geht?“ *niesanfall* „Entschuldige, aber ... ach vergiss
es. Du bist anscheinend so eine dumme, arrogante Tusse, die an nichts anderes
denkt als an sich selbst.“ „Also so würd ich mich nicht bezeichnen. Echt
nicht. Weißt du, ich komm nicht auch dieser Welt und eigentlich will ich auch
gar nicht mehr hier sein. Weil es ist voll scheiße bei euch. Außerdem muss ich
sowieso für euer Volk sterben, also nenn mich nicht arrogant.“ „Wie du
musst für uns sterben?“ „Du hast schon richtig gehört, ich bin die Sorija,
das heißt ich sterbe für euch.“ „Das ist mir eine Ehre, mit Euch zu
arbeiten! Bitte lasst mich Eure Arbeit übernehmen.“ (Ist er auf einmal dumm
geworden?) „Ähm... ich glaub das wär’ nicht so gut.“ Ich deute auf die
U’tals. „Wie Ihr wollt.“ Er schaufelt ungerührt weiter. Ich auch. Na gut,
vielleicht nicht ganz so ruhig wie er (wurde ab und zu von Husten oder Niesen
durcheinander gebracht) aber fast so effizient wie er.
Stunden
später schaufeln wir immer noch. Ich hätte jetzt gerne was zu trinken, aber
nix gibt’s. Ich hab mich so ein bisschen mit dem Jungen unterhalten. Er ist
schon eine ganze Weile hier. Seine Eltern und er selbst wurden vor etwa einem
Jahr von U’tals verschleppt. Seitdem arbeitet er hier. Er heißt übrigens
Liam. Netter Name, finde ich zumindest, besser als Genoveva, obwohl es auch schönere
Namen gibt, wie zum Beispiel Valor. *g* apropos, ich will gerettete werden!!!
Ich mag nimmer hier sein und dumme Steine von einer Seite auf eine Anderen
schaufeln. Das ist total stupide Arbeit! *mit
der Faust auf den Tisch schlag* Valor, komm und hilf mir! Hat nix gebracht, muss
immer noch schaufeln. Liam scheint sich mit seinem Schicksal abgefunden zu
haben. (Waschlappen)
Erneute 10 Minuten später. Die U’tals sind in Aufruhe. Es scheint etwas nicht zu stimmen. Alle Gefangenen werden angekettet. Somit auch ich. (könnte es Valor und der Rest der Truppe sein?!) Liam steht gleich neben mir. Ich würde ja gerne mal wissen was los ist. Die Viecher rennen wie wild durch die Gänge, motzen arme kleine Mädchen an, die gar nicht wissen was sie getan haben. (ja, richtig bemerkt. Sie haben mich dumm angemacht) Liam meint, es wären wahrscheinlich nur ein paar Gefangene ausgebrochen, doch als ich einen dunklen Umhang hinter einer Ecke verschwinden sah, war mir klar, wer hinter dem Tumult steck. Als ich dann auch noch den Schatten von einer großen Person sah und den einer sehr kleinen, mit Axt, verschwand all meine Angst. (Valor!!! Y) fünf Minuten später befreite mich auch schon Valor von meine Ketten. Er wollte mich gerade über seine Schulter werfen und abhauen (mir glaubt ja keiner, dass ich eigene Beine hab), als ich Valor bat, Liam doch mitzunehmen. Von der Idee war er gar nicht begeistert. Aber, ich bin ja hier die Auserwählte, außerdem Valors Liebling und deshalb haben wir ihn mitgenommen. Gellem stieß Liam vor sich her und Valor trug mich nach draußen, wo auch schon Kuo´jar und Jiredrim auf sie warteten. Allen fiel ein Stein vom Herz, als sie mich gesund und munter wieder sahen. (meine Erkältung mal ganz außen vor) aber genug von mir, Kuo´jar und der Rest der Truppe sehen nämlich auch ganz schön mitgenommen aus. (mit Wunden und Kratzern und blauen Flecken übersät) Kuo´jar kommt gleich auf mich zu und umarmt mich. (warum?) „Ich bin so froh dass dir nichts passiert ist. Ich hätte es mir nie verzeihen können.“ (liegt wahrscheinlich daran, das er dann tot wäre) Auch Jiredrim kommt zu mir. „Fräulein Sorija! Es tut gut Euch lebendig zu sehen!“ „Ähm... ja... gut. Ich meine... ähm... wollten wir nicht noch wohin?“ (was wollen die alle von mir?) Valor scheint mal wieder alles zu wissen. „Genoveva meint unsere Reise zu König Archer und damit hat sie Recht. Er wird sich bestimmt schon Sorgen machen, wo wir so lang bleiben. Deshalb sollten wir uns ein wenig beeilen.“ Wie Recht er doch hat. Was ich übrigens noch nicht erwähnt habe ist, unsere Pferde sind auf und davon (bis auf Fustar) und Edart wurde vom Zeitlichen gesegnet. *schnüff* Gut, also. Ich reite natürlich. Liam darf hinter mir sitzen und sich auch ein wenig ausruhen. (hat er mir zu verdanken) Valor ist beleidigt. (er mag Liam nicht) Kuo´jar humpelt vorne weg um das Tempo anzugeben, denn er ist am schwersten verletzt und darf deshalb so langsam gehen wie er will. Valor geht neben Fustar her und hält ihn am Zügel. Jiredrim und Gellem trotten hinter her. Nach Stunden kommen wir an einen Gasthof. Der Erste den ich hier gesehen habe. Valor geht mit mir hinein, um nach Zimmern zu fragen. Irgendwie fühle ich mich absolut fehl am Platz, denn im Grunde ist das nichts als eine größer Spielunke. Lauter besoffene Zwerge, Menschen und irgendwelche anderen Rassen. Hinter dem Tresen steht ein extrem dicker Mensch. Valor verzieht keine Miene und geht auf ihn zu. Ich folge ihm. Der Typ grinst uns dumm an. (obwohl, ich glaube, mich hat er gar nicht bemerkt) „Was kann ich für Euch tun, werter Steinelb.“ „Wie viel kostet bei Euch ein Zimmer?“ „Mehr als Ihr bezahlen könnt.“ -dreckiges Lachen- „Woher wollt Ihr das wissen, Mensch.“ Valor sieht nicht gerade begeistert aus. Wär’ ich auch nicht, an seiner Stelle. „Ich rieche zwei Meilen gegen den Wind, dass Ihr nichts in meinem Gasthaus zusuchen habt.“ „Ich brauche ein Quartier für die Nacht. Ich habe dringende Geschäfte zu erledigen.“ „Ihr Elben seid doch sonst immer so ein naturverbundenes Volk, warum schlaft ihr dann nicht irgendwo draußen im Wald!“ „Ich und meine Gefährten, drei an der Zahl, überbringen die Sorija den Onyxmagiern. Deswegen brauche ich sechs Betten für die Nacht und zwar jetzt sofort.“ „Ihr überbringt den Sorija, ja? Wo isser denn?“ (ich fühl’ mich so übersehen) Valor geht einen Schritt zurück und gibt die Sicht auf mich frei. Der Barkeeper schaut mich an. Ich lächle verlegen. „Das soll er sein? Ist aber ganz schön mickrig.“ (Danke!) „Na gut, ich glaub’s Euch. Ich habe aber nur zwei Zimmer frei.“ „Das reicht, wenn ihr ein Abendmahl und ein Frühstück für uns beisteuert.“ -dreckiges Lachen- „Wie Ihr wollt.“ Ich werde raus geschickt, die anderen zu holen. Danach bekomme ich das beste Essen, das ich jemals hier gegessen habe. (bis auf das bei Valor, Valors Vater) Göttlich, wenn man davon absieht, das es Elbenfleisch ist. Valor wurde es schon übel, als es auf den Tisch getragen wurde. Ich hab nur mal probiert. Ein gaaanz kleines Stück. Gellem hat sich den Bauch voll geschlagen, fand ich echt mies. Aber es schmeckte auch echt gut. (es tut mir leid) Der Wirt (der auch Barkeeper und Gasthofbesitzer ist) meinte, es wäre von letzter Woche, da hätten sich einige Elben mit seinen Leuten angelegt. Valor sieht irgendwie blasser aus als sonst. (warum bloß?!) „Ich gehe.“ Valor steht auf und geht die Treppen hoch. Ich glaub, das war ein bisschen viel für ihn. Wäre mir nicht anders gegangen. Mein Magen knurrt unüberhörbar, aber ich bleibe stark und esse kein Stück Fleisch. Der Wirt bringt mir ein Butterbrot (wie nett). Die Butter bestand aus Zwergenmilch und langsam frage ich mich, ob es auch normales Essen hier gibt. Mit leichten Magenschmerzen gehe ich ebenfalls nach oben und lege mich hin. Wenigstens darf ich endlich mal wieder in einem Bett schlafen. Ich bin kurz vorm wegknacken, als (schon wieder) ein Tor neben mir sich öffnet. Heraus kommt ein riesiger Greif, der erst mal die ganze Inneneinrichtung demoliert. Valor springt auf und zückt seine Säbel (ist im gleichen Raum wie ich). Ich selbst bin relativ ruhig. Schaue ihn an und kippe gleich um. Anscheinend hat man das unten auch gehört, denn plötzlich kommen Gellem, Kuo´jar, Jiredrim und Liam durch die Tür und es wird echt eng. Ich glaub ich hab was falsches gegessen. Ich stehe vollkommen unbeeindruckt vor den Greif und schaue mit leicht bekifftem Ausdruck ihn an. Ich hab das Gefühl, als habe ich die Kontrolle über meinen Körper verloren: Ich renne auf das Vieh auch noch zu! Das bei vollem Bewusstsein! Ohne dagegen etwas zu machen! (*los heul woll aber nicht könn*) Valor stürzt sich auf mich und drückt mich zu boden. (hat mir bestimmt eine Rippe gebrochen, wenn nicht gleich alle) Kuo´jar stellt sich zwischen mich und den Greif und unterbricht somit irgend so eine Beschwörung und ich kann mich wieder bewegen (*freu*) , wenn Valor nicht auf mir liegen würde. Der Greif zieht sich zurück, stattdessen kommen einige Typen mit schwarzen Rüstungen. Alle haben natürlich ein Schwert oder so was, nur ich lieg auf dem Boden und kann gar nix machen. Valor steht über mir und schlägt tapfer alle Gegner von mir weg. Kuo´jar schlachtet auch diese ‚Ritter’ ab. Jiredrim... ach reden wir nicht von ihm und Gellem, na ja, ihr könnt es euch ja denken was er macht. Nur Liam, dieser Feigling, versteckt sich hinter dem schwerterschwingendem Kuo´jar. Sogar ich würde kämpfen, wenn ich ein Schwert hätte. (na ja, vielleicht so ein bisschen hinter Valor, falls einer vorbei kommen würde) Nach Stunden schafft Jiredrim endlich das Tor zu schließen. (wow) Vor lauter Aufregung kann ich nicht mehr schlafen und daran sind nur die schuld. Egal, ich beschließe ein Bad zu nehmen. (hab ich nämlich schon lange nicht mehr und das regt mich langsam auf) Valor und Kuo´jar wollen sofort mitkommen, aber das lass ich nicht zu. Ein wenig Privatsphäre brauche ich noch. Sie beschließen, vor der Tür Wache zu halten. Soll mir Recht sein, sofern sie nicht durch das Schlüsselloch schauen.
Welch ein Genuss! Ein warmes, angenehmes, frisches, duftendes, sauberes, himmlisches, göttliches, hier ziemlich seltenes Bad. *seuftz* *lep** Es ist sooo wunderbar, sich mal wieder waschen zu können. Ihr denk jetzt vielleicht: Mein Gott ist die eklig, die wäscht sich nie. Aber so ist das nicht. Ich würde es ja gerne, aber versucht ihr das mal und ich hab auch keine Lust in irgendeinem verdreckten Teich, an den wir aus Zufall stoßen, zu baden. Das finde ich noch viel ekliger. Die anderen machen das ja, aber ich doch nicht. Ich bin fließend heißes Wasser gewöhnt. Und die Hygienebereiche sind nicht mal mit denen an der Autobahn zu vergleichen. An die Plumpsklos in den Burgen, wo wir bis jetzt waren konnte ich mich ja noch einigermaßen gewöhnen, aber doch nicht mitten im Wald, wo dir jeder zu schauen kann. Ich bin ja soo froh, dass ich nicht gerade meine... ach lassen wir das. Es interessiert doch sowieso niemanden. Nach etwa einer Stunde (das Wasser wurde langsam kalt) komme ich wieder aus dem Badezimmer. Ich vermute, mein Gesichtsausdruck ähnelt einer Bekifften. Ein dümmliches, aber sehr zufriedenes Grinsen im Gesicht. Ich gehe schlafen. Morgens wache ich von Vogelgezwitscher auf. Ich hatte einen schönen Traum. Ich weiß zwar nicht mehr was, aber er war schön. Die Sonne scheint. Mein Frühstück steht neben mir auf einem kleinen Tisch. Es ist irgendwie sonderbar, alles kommt mir so... so... schön vor. So ganz anders, ungewohnt. Ob sie krank sind?
*
Anmerkung der Autorin: Zusammenfassung von ‚les’ (= Luft einsaug) und ‚lap’
(= Luft auspust) Das ist eine
kleine Anspielung auf meine Schulzeit, diese Abkürzungen habe ich mit einer
Freundin im Unterricht benutzt.
Ich meine, sonst reißen sie mich mitten in der Nacht aus dem Schlaf, nur um möglichst weit zu kommen. Warum also lassen sie mich so lange schlafen und warum hängen frische Klamotten über dem Bett? Ich verstehe es nicht. Im Grunde ist es ja egal. Darum stehe ich auf und ziehe mich an. Und siehe da, sie haben die Jeans erfunden! Ich meine, sie haben tatsächlich etwas gefunden, was man als Jeans bezeichnen könnte. (mit sehr, sehr viel Phantasie) Und die hat sogar noch einen ziemlich weiten Schlag. Das ist doch unglaublich. Ich futtere das Frühstück. Schmeckt ganz gut. Danach gehe ich hinunter in die Gaststube. Die ganze Gruppe sitzt um eine Tisch herum und spielt Hand-auf-den-Tisch-legen-und-mit-einem-Messer-in-die-Zwischenräume-der-Finger-stechen. Valor hat’s gut, der hat eine Steinhaut. Ich setzte mich zu ihnen. Alle lachen mir entgegen. (sie scheinen Spaß zu haben) „Darf ich mal erfahren, was mit euch los ist?“ „Wieso?“ Jiredrim schaut mich an „Ich meine, ihr weckt mich nicht auf, ihr macht mir Frühstück, ihr legt mir frische Kleidung hin. Bei euch stimmt doch was nicht.“ „Ach was. Es ist nur so, wir dachten, du hattest es in letzter Zeit nicht sonderlich leicht. Außerdem sind wir spätestens morgen Vormittag in Schloss Belendriel.“ „Schloss Berendriel?!“ Kuo´jar mischt sich mit ein. „Belendriel, das Schloss meines Vaters.“ „Aha! Muss man doch wissen. Und wann gehen wir los?“ „Wann immer du möchtest. Fustar steht im Stall und ist auf alles gefasst.“ Valor steht auf und lächelt mich an. Sie wirken so anders auf mich als sonst, so fröhlich. War etwas im Essen? „Okay! Dann lasst uns gehen.“ „Jetzt schon?“ grummelt Gellem. „Es ist doch noch früh am Tage. Und ein zweites Frühstück könnte ich auch vertragen.“ „Dann lasst uns bleiben.“ Seit wann denkt er nur ans Essen? Sonst denkt er doch nur an mich abmurksen. Sie müssen echt krank sein. Kuo´jar erhebt sich „Gellem hat Recht, ein zweites Frühstück wäre nicht schlecht.“ Dann winkt er dem Wirt. Der bringt natürlich sofort vier riesen Platten mit Brot, Wurst, Käse, Obst, Gemüse, Eier, Tee, Kaffee, Butter und was man sonst noch so braucht. Ich kriege zwar keinen Happen mehr runter, aber zu schauen macht auch Spaß. Auch wenn ich mir absolut fehl am Platz vorkomme. Nach einer weitern Stunde haben sie fertig gegessen. „Aber jetzt könnten wir gehen! Oder nicht?“ Liam lehnt sich zurück. „Lass uns doch erst mal das Essen verdauen!“ ich glaub ich krieg sie nicht mehr! Was um Himmels Willen ist los mit denen???
Nach erneut einer Stunde haben sie alle genug verdaut. „Seid ihr bereit? Alle noch schnell was essen, damit ihr ja nicht unterwegs Hunger bekommt?“ Gellem schaut mich feindselig an „Willst du dich über uns lustig machen?“ Ich bin mal wieder den Tränen nahe. Verstehen die mich nicht? Ich will doch nur nett sein und außerdem haben sie gesagt, dass wir los können wann immer ich möchte. Und was passiert? Sie wollen noch das machen und das und das. Wofür gibt es mich eigentlich??? „Lasst es gut sein. Wir wollen aufbrechen, damit Genoveva Schloss Belendriel zu Gesicht bekommt.“ Endlich ein vernünftiger Vorschlag von Kuo´jar.
Mir tun die Beine weh und... und sonst fällt mir nix ein. Außerdem, je näher wir diesem verflixten Schloss kommen, um so näher bin ich auch meinem sicheren Tod. (*vor Freude aufschrei*) Ich hab schon wieder das dringende Bedürfnis nachhause zu wollen. Tja, Pustekuchen. Ich muss wie alle anderen zu Fuß zu diesem scheiß Schloss rennen. Jeder Mensch mit nur ein bisschen Verstand würde doch in die andere Richtung rennen, oder? Nur ich, ich gehe direkt auf meinen Tod zu. warum? Warum kann ich nicht zu hause sein und gerade, was weiß ich, Mathe haben? Valor ist irgendwie ruhiger geworden. (geht das überhaupt?) Ich glaub, die Aussicht, dass es mich bald nicht mehr geben wird, macht ihm auch zu schaffen. Und wenn ich jetzt noch weiter rede, heule ich los. Reden wir von was anderem. Zum Beispiel das Wetter, es scheint die Sonne. Wir sind übrigens in einer Waldgegend. Nicht direkt im Wald aber es ist recht schön hier. Im meinem nächsten Leben mache ich mal hier Ferien. Es gibt viele Vögel und Blumen hier. Ich werde depressiv. Wir gehen weiter und weiter und weiter. So langsam überkommt mich das Gefühl, dass sie extra Umwege machen, denn an dem Baum sind wir vorhin schon dreimal vorbei gekommen. Wisst ihr, ich möchte euch ja nicht nerven und ich bin ja auch erst eine knappe Woche hie, aber sie sind mir ja schon ziemlich ans Herz gewachsen. Und jetzt soll ich sie einfach so alleine lassen? Fällt mir schon irgendwie schwer. Gellem geht neben Valor her und flüstert mit ihm irgendwas. Sein Gesuchstausdruck erhellt sich plötzlich und man könnte fast meinen er lächelt. Höchst sonderbar. Aber was noch merkwürdiger ist, sie wechseln die Richtung. Wir gehen jetzt in Richtung Berge! Was haben sie vor???
Stunden später
Ich weiß jetzt was sie vor haben. Statt sofort zu Schloss Belendriel zu gehen, werden wir dem Zwergenkönig noch eine Besuch abstatten. Fragt mich jetzt bitte nicht warum. Es macht mir zwar nichts aus, mein Leben noch ein wenig länger zu behalten, aber ich fürchte um meinen Tod komm ich nicht rum.
Stunden später, alle Welt scheint sich zu freuen, nur ich krieg wieder überhaupt nix mit und mir tun die Beine weh. (ja, ja, ihr denkt euch wahrscheinlich: mein Gott was nörgelt die den die ganze Zeit rum, aber IHR müsst ja nicht ständig durch die Gegend laufen. IHR werdet doch ständig gefahren, mit dem Auto, dem Bus oder der Bahn) Obwohl man mir schon mein ganzes Gepäck abgenommen hat, fühle ich mich nicht sonderlich gut. Irgendwie hab ich das Gefühl gleich umzukippen. Aber hey, mit mir kann man's ja machen. Ich bin ja nur die dumme kleine Menschin, die man pausenlos durch die Gegend laufen lassen kann, die Hunger hat, der ihre Beine schmerzen und und und. Ist doch unfair.